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Aktuelle Nachrichten – Panorama

Karl Lagerfeld Früher war die Haute Couture für dicke Damen

DAPD

01.09.2010

Die Veränderungen machen Lagerfeld nicht zu schaffen: „Ich bin intellektueller Opportunist, ich trauere nicht Sachen nach, nur weil ich mich daran gewöhnt habe". Foto: Michael Sohn/AP Photo
Die Veränderungen machen Lagerfeld nicht zu schaffen: „Ich bin intellektueller Opportunist, ich trauere nicht Sachen nach, nur weil ich mich daran gewöhnt habe".

Foto: Michael Sohn/AP Photo

Hamburg (apn) Wenn Karl Lagerfeld wie vor kurzem Models mit weiblichen Rundungen über den Laufsteg schickt, will er damit auffallen. Der legendäre Designer erinnerte nun aber an Zeiten, in denen ausschließlich füllige Frauen Haute Couture trugen. Früher sei Haute Couture etwas gewesen für „dicke Damen, die nichts fanden, die mussten sich die Dinge anfertigen lassen", sagte Lagerfeld dem „Zeit-Magazin". Heute gibt es das kaum noch: „Nach Paris fahren, bei Chanel die Maße nehmen lassen, das machen nur noch ein paar Leute". Die neuen Kundinnen seien „Frauen, die die gleiche Figur haben wie die Mannequins". Lagerfeld: „Es ist schön, Couture zu tragen, und sie zu machen ist eine schönere Arbeit als am Fließband. Solange ich Chanel mache, wird es die Haute Couture geben".

Geändert hat sich auch das Kaufverhalten der Betuchten: „Früher gab es gute Kunden, die kamen aus Amerika, die kauften vier, fünf Kleider“, sagte Lagerfeld. „Heute sind das junge Frauen aus allen Teilen der Welt, von Afrika bis Südamerika, China, Korea, die kommen und kaufen 20 Kleider". Viele von ihnen kämen dafür allerdings nicht mehr nach Paris: „Die lassen kommen: Die probieren die Sachen gar nicht an, die lassen sie sich im Privatjet nach Hause fliegen".

Die Veränderungen machen Lagerfeld nicht zu schaffen: „Ich bin intellektueller Opportunist, ich trauere nicht Sachen nach, nur weil ich mich daran gewöhnt habe". (AP)

 

 

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