Aktuelle Nachrichten – Unternehmen
10.05.2009
Frankfurt/Main – Im Korruptionsverfahren gegen MAN ermittelt die Staatsanwaltschaft Medienberichten zufolge auch gegen Führungskräfte. Ein früherer leitender Manager des Konzerns sei vorläufig festgenommen worden, berichtete das Nachrichtenmagazin „Focus“. Der Münchner stehe unter Verdacht, Geld des Nutzfahrzeugherstellers auf das Schweizer Konto einer Moskauer Beratungsgesellschaft transferiert zu haben. Dabei könne es sich um eine Scheinfirma für illegale „Provisionen“ handeln.
Der verdächtige Manager habe angegeben, es habe sich bei den Zahlungen um „Schutzgelder“ gehandelt. Laut „Focus“ fallen diese juristisch nicht unter Korruption.
Einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ zufolge gehört zu den Beschuldigten auch ein aktueller Top-Manager von MAN. Dessen Anwalt habe die Ermittlungen bestätigt, sich aber nicht weiter dazu geäußert.
Sprecher von Staatsanwaltschaft und MAN kommentierten die Meldungen auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP nicht. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft verwies auf eine umfassende Presseerklärung, die für Montag geplant sei.
Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass MAN beim Verkauf von Lastwagen und Bussen in sieben Länder Schmiergeld gezahlt hat. Den Ermittlungen zufolge soll Geld nach Deutschland, Italien, Libyen, Algerien, Luxemburg, Griechenland und Norwegen geflossen sein, wie das Blatt berichtete. (AP)
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