Artenvielfalt – Gabriel: Dramatischen Artenrückgang stoppen – DAPD
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Gabriel: Dramatischen Artenrückgang stoppen

DAPD

19.04.2008

Osnabrück – Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat von der UN-Konferenz zur Artenvielfalt konkrete Zusagen für wirtschaftliche Ausgleichszahlungen an Entwicklungs- und Schwellenländer verlangt. „Die UNO hat sich darauf verständigt, den dramatischen Rückgang der Arten bis 2010 zu stoppen – und davon sind wir weit entfernt.“ Deshalb müsse die UNO-Konferenz, die mit 5.000 Teilnehmern aus 200 Staaten im Mai in Bonn stattfindet, Signale setzen, sagte der Minister laut der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

„Die Konvention zur Artenvielfalt steht am Scheideweg“, wird Gabriel zitiert. „Entweder wir schaffen es, in den nächsten zwei Jahren Fortschritte zu machen. Oder wir müssen der Weltöffentlichkeit mitteilen, dass solche Verträge nicht wirken.“ Der Schutz der Artenvielfalt sei mittlerweile auch ein ökonomisches Gebot, da der Rückgang von Tier- und Pflanzenarten auch zum Verlust von Rohstoffen führe, die etwa für die Arzneimittelgewinnung nutzbar seien.

Staaten, die genetische Ressourcen schützen, sollten von dem Geld, das beispielsweise mit neuen Medikamenten verdient wird, „auch etwas zurückbekommen“, forderte Gabriel. „Das geschieht bisher viel zu selten.“

Gleichzeitig gehe es um den Schutz der Wälder. „20 Prozent unseres Klimaproblems stammen aus der Vernichtung von Wäldern. Die Industriestaaten müssen bereit sein, den Entwicklungs- und Schwellenländern einen Ausgleich dafür zu zahlen, dass sie ihre Regenwälder und Moore schützen“, sagte der SPD-Politiker. Wenn die UN in dieser Frage nicht vorankomme, werde dies Rückwirkungen auf die Klimaverhandlungen haben. (AP)

 

 

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