Aktuelle Nachrichten – Umwelt
04.09.2008
Berlin – Das marode Atomlager Asse in Niedersachsen geht in die Verantwortung des Bundesamts für Strahlenschutz über. Der neue Betreiber soll nun schnellstmöglich ein Konzept zur sicheren Schließung des baufälligen ehemaligen Kalibergwerks vorantreiben. Dies teilte Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) am Donnerstag nach einem Krisentreffen mit Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und dem niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) mit.
Damit gibt Schavan die Zuständigkeit für das Bergwerk, in dem 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Strahlenmüll lagern, an ihren Kabinettskollegen Gabriel ab. Erstmals wird das „Versuchsendlager“, das bisher lediglich als Forschungsbergwerk galt, nach Atomrecht behandelt. Damit müssen die Behörden beim weiteren Vorgehen vor allem die Öffentlichkeit genauer als bisher informieren.
In die Asse strömt seit Jahren Wasser ein, inzwischen sammeln sich radioaktiv verseuchte Laugen unter Tage. Außerdem ist das Bergwerk einsturzgefährdet und wird nach derzeitigem Stand nur noch bis 2014 betretbar sein. Bis Ende des Jahres soll Schavan zufolge über ein Schließungskonzept entschieden werden. Es geht darum, ob der Müll wieder aus dem Berg geholt oder darin versiegelt wird. (AP)
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