Aktuelle Nachrichten – International
22.12.2006
Bagdad – Der amerikanische Verteidigungsminister Robert Gates sieht nach seinen Gesprächen in Bagdad weiteren Diskussionsbedarf über die US-Strategie im Irak. Er werde Präsident George W. Bush über seine Erfahrungen und Wahrnehmungen berichten, die er bei Gesprächen mit Vertretern der irakischen Regierung und der Führung der US-Streitkräfte gemacht habe, sagte Gates am Freitag in Bagdad. „Es liegt noch einige Arbeit vor uns“, erklärte er. „Es müssen noch mehr Diskussionen in Washington geführt und genauere Empfehlungen ausgesprochen werden.“
US-Außenministerin Condoleezza Rice verteidigte unterdessen die hohen Kosten für den Militäreinsatz im Irak. Der Krieg im Irak sei die Investitionen – in Menschenleben wie Geld – wert, sagte sie in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. „Ich weiß, dass nicht nur vom Standpunkt des ausgegebenen Geldes, sondern auch der Verluste amerikanischer Leben eine Menge für Irak geopfert wurde“, erklärte Rice. Bush würde dem amerikanischen Volk nicht weitere Opfer abverlangen, „wenn er nicht daran glauben würde – und ich glaube das auch – dass wir letztendlich gewinnen werden“.
Seit März 2003 haben die USA für den Einsatz im Irak 350 Milliarden Dollar aufgewendet; Bush hat weitere 100 Milliarden Dollar (75,9 Milliarden Euro) im Kongress beantragt. Am Freitag gaben die USA-Streitkräfte den Tod von vier weiteren Soldaten im Irak bekannt. In diesem Monat kamen bei Einsätzen im Irak bereits 75 US-Soldaten ums Leben, insgesamt stieg die Zahl seit der Invasion im März 2003 getöteter US-Soldaten auf 2.963.
„Ich denke, das ist nicht eine Sache des Geldes“, sagte Rice weiter. „Entlang des Weges gibt es viele Markierungen die zeigen, dass dies ein Land ist, das die Investitionen lohnt. Wenn es nämlich einmal als ein stabilisierender Faktor hervortritt, wird man einen völlig anderen Nahen Osten haben.“
(AP)
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