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Fairness Gauck sagt Wulff Unterstützung zu

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01.07.2010

Joachim Gauck (parteilos) im Deutschen Bundestag in Berlin bei der Wahl des Bundespräsidenten im Plenarsaal. Foto: apn Photo/Berthold Stadler
Joachim Gauck (parteilos) im Deutschen Bundestag in Berlin bei der Wahl des Bundespräsidenten im Plenarsaal.

Foto: apn Photo/Berthold Stadler

Berlin (apn) Joachim Gauck, der unterlegene Kandidat von SPD und Grünen, hat dem neuen Bundespräsidenten Christian Wulff seine Unterstützung zugesagt. Der 70-jährige frühere DDR-Bürgerrechtler zeigte sich am Mittwochabend beglückt über den Zuspruch, den er selbst aus der Bevölkerung erfahren habe. Hier sei viel in Bewegung geraten: „Das ist ein Geschenk für unser Land.“ Parteitaktik hingegen bewege die Menschen nicht. Er hoffe, dass die Politik und die Regierenden daraus die Konsequenzen zögen.

Gauck zeigte sich davon überzeugt, dass Wulff ein gutes Staatsoberhaupt werde. Der CDU-Politiker sei ein junger Mann, der großes Entwicklungspotenzial habe. Als Ministerpräsident habe sich Wulff große Verdienste erworben. Als Gesprächspartner stehe er für das neue Staatoberhaupt jederzeit zur Verfügung. In die von Wulff geplante „Denkfabrik“ hingegen wolle er nicht einsteigen.

Enttäuscht zeigte sich Gauck über das Verhalten der Linken, die ihm bis zum Schluss die Unterstützung versagt hatte. Er freue sich immer, wenn Menschen „in den Zug der politischen Aufklärung einsteigen“. Wenn er aber spüre, dass an der falschen Stelle gezögert werde, könne er nicht besonders glücklich sein, sagte Gauck. Er stehe jedoch zu dem, was er der Linken gesagt habe. „Ich konnte da nicht, ohne mich politisch zu verleugnen oder zu verlieren, Spezialangebote machen. Gerade in diese Richtung nicht.“ (AP)

 

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