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Aktuelle Nachrichten – Europa

Gebete in Fatima für vermisste Madeleine

DAPD

13.05.2007

Portugiesische Verehrer Amador Sousa weint, ein Plakat mit dem Bild des vermissten britischen Mädchens Madeleine McCann in den Händen, am Schrein Unserer lieben Frau von Fatima, Nord-Portugal.
Portugiesische Verehrer Amador Sousa weint, ein Plakat mit dem Bild des vermissten britischen Mädchens Madeleine McCann in den Händen, am Schrein Unserer lieben Frau von Fatima, Nord-Portugal.

Lissabon/London – Im portugiesischen Wallfahrtsort Fatima haben am Sonntag zahlreiche Gläubige für die vor knapp zwei Wochen verschwundene Madeleine gebetet. Viele der eine halbe Million Pilger, die am 90. Jahrestag der Marienerscheinung nach Fatima kamen, trugen Bilder des kleinen englischen Mädchens, das am 2. Mai aus dem Appartement einer Luxusanlage in Praia da Luz an der Algarve verschwunden war.

Die „Harry-Potter“-Autorin J.K. Rowling hat sich nach Angaben der Zeitung „News of the World“ mit der größten Einzelspende an den umgerechnet 2,2 Millionen Euro Belohnung beteiligt, die das Blatt für eine sichere Rückkehr der am Samstag vier Jahre alt gewordenen Madeleine auslobte. die genaue Summe wurde nicht mitgeteilt, doch lag sie über den 367.000 Euro eines Geschäftsmanns. Auch der britische Unternehmer Richard Branson beteiligte sich.

Die Eltern hatten am Samstag nochmals um Hilfe gefleht. Sie wollten die Menschen bitten, ihre Bemühungen bei der Suche nach ihrer Tochter noch zu verstärken, erklärten Gerry und Kate McCann am Samstag. In Praia da Luz banden Bewohner Hoffnungsbändchen an einen Baum vor der Kirche des Orts.

Zu wissen, dass nach Madeleine gesucht werde, „gibt uns Hoffnung“, erklärten die Eltern weiter. Die Polizei geht von einer Entführung aus und schließt nicht aus, dass Madeleine ins Ausland verschleppt wurde. Die Eltern hatten ihre drei Kinder – Madeleine und ihre beiden zweijährigen Geschwister – schlafend im Appartement zurückgelassen, während sie rund 50 Meter entfernt in der Ferienanlage zu Abend aßen. Nach eigenen Angaben schauten sie etwa jede halbe Stunde nach den Kindern. (AP)

 

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