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Niedrigste Rate in Hamburg Geburtenrate in Ostdeutschland gestiegen

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27.01.2010

Den höchsten Anstieg der Geburtenrate gab es 2008 in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Erich Kasten/www.pixelio.de
Den höchsten Anstieg der Geburtenrate gab es 2008 in Mecklenburg-Vorpommern.

Foto: Erich Kasten/Pixelio

Wiesbaden (apn) Die Geburtenrate in Ostdeutschland ist 2008 erneut gestiegen und hat erstmals seit der Wiedervereinigung wieder die im alten Bundesgebiet übertroffen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, lag die durchschnittliche Kinderzahl je Frau in den neuen Ländern bei 1,40 nach 1,37 im Jahr 2007. Im Westen blieb sie bei 1,37. Bundesweit lag die Geburtenrate mit 1,38 etwas höher im Vorjahr.

Damit die Bevölkerung eines Landes ohne Einwanderung etwa gleich bleibt, ist laut Bundesamt eine Geburtenrate von 2,1 erforderlich. Dieser Wert sei in Westdeutschland zuletzt 1969 erreicht worden, in der damaligen DDR 1971.

Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau macht keine Aussage über die Gesamtzahl der Geburten. Denn die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter von 15 bis 49 Jahren in Deutschland sei rückläufig, erläuterten die Statistiker. 2008 wurden laut Bundesamt noch 682.514 Kinder geboren, etwas weniger als 2007. Für 2009 schätzen die Statistiker die Zahl auf 645.000 bis 660.000. Das wären so wenig wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg – im geburtenstärksten Jahr 1964 kamen 1,36 Millionen Kinder auf die Welt.

Niedrigste Geburtenrate in Hamburg und im Saarland

Den höchsten Anstieg der Geburtenrate gab es 2008 in Mecklenburg-Vorpommern, wo die durchschnittliche Kinderzahl je Frau von 1,36 auf 1,41 stieg. Den höchsten Wert wies Sachsen auf (1,44) gefolgt von Schleswig-Holstein und Niedersachsen mit jeweils 1,42. Am niedrigsten war die Geburtenrate in Hamburg und dem Saarland (je 1,25), in Bremen (1,29) und Berlin (1,3).

In Ostdeutschland stürzte die Geburtenrate vom Wiedervereinigungsjahr 1990 (1,52) auf 0,98 im Jahr 1991 und ging bis 1994 weiter auf 0,77 zurück. Seitdem weist die Kurve wieder nach oben, lediglich 2005 gab es noch einmal einen kleinen Rückgang. Im alten Bundesgebiet lag der Wert 1990 bei 1,45, 1994 bei 1,35, im Jahr 2000 bei 1,41 und 2006 bei 1,34.

Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau wird laut Bundesamt zur Beschreibung des aktuellen Geburtenverhaltens herangezogen. Sie gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweils betrachteten Jahr. Wie viele Kinder ein Frauenjahrgang tatsächlich im Durchschnitt geboren habe, könne aber erst festgestellt werden, wenn die Frauen am Ende des gebärfähigen Alters (49 Jahre) seien, hieß es. (AP)

http://www.destatis.de/

 

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