Aktuelle Nachrichten – Welt
26.12.2008
Banda Aceh – Mit einem gemeinsamen Frühstück, Gebeten und Kerzen-Mahnwachen haben die Menschen in Südostasien an den vierten Jahrestag der Tsunami-Katastrophe erinnert. Am 26. Dezember 2004 riss die von einem heftigen Erdbeben ausgelöste Flutwelle 230.000 Menschen zwischen dem indischen Subkontinent und Indonesien in den Tod. Seitdem sind Milliardenhilfen in den Wiederaufbau geflossen. Dennoch leben immer noch tausende Familien in der Region als Obdachlose oder in Notunterkünften.
In der besonders schwer betroffenen indonesischen Provinz Aceh sagte der 42-jährige Ibrahim Muse, ihm komme es wie gestern vor, dass seine Familie ins Meer gespült worden sei. „Auch nach vier Jahren kann ich nicht vergessen, wie ich meine Frau und unser Baby verloren habe“, sagte der Angestellte im öffentlichen Dienst. „Drei Jahre lang habe ich vergeblich nach ihnen gesucht. Nun habe ich keine andere Wahl, als ihren Verlust als Schicksal zu akzeptieren.“ (AP)