Aktuelle Nachrichten – Gesundheit
14.06.2011
München – Die Gefährlichkeit des auf Salat in Fürth gefundenen EHEC-Erregers ist weiter unklar. Der genaue Typ sei noch nicht bestimmt worden, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk zufolge. Es gebe noch keine Hinweise, "dass es einen Zusammenhang mit dem norddeutschen Erreger gibt", betonte sie. In Deutschland sind seit Anfang Mai mindestens 35 an EHEC oder am Hämolytisch-Urämischen Syndrom (HUS) erkrankte Menschen gestorben.
Bei Gemüseproben war erstmals seit Beginn der Infektionswelle auch in Bayern der gefährliche Darmkeim in Lebensmitteln nachgewiesen worden. Er befand sich auf einem roten Blattsalat ("Lollo Rosso"), wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag in Erlangen mitgeteilt hatte. Das Ergebnis der Untersuchung, um welchen Typ es sich handelte, sollte in den kommenden Tagen vorliegen.
Aigner verteidigte die anfänglichen Warnungen vor dem Verzehr von Gurken, Tomaten und Salat. Dies sei im Sinne des vorsorgenden Verbraucherschutzes nötig gewesen. Die Befragung der betroffenen Patienten habe eine Häufung bei diesen Gemüsesorten ergeben. Ohne Warnung wäre es möglicherweise zu neuen Infektionen gekommen, sagte die CSU-Politikerin.
(dapd)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
EU-Kommissar verteidigt Vorgehen deutscher Behörden gegen EHEC
(09.06.2011)
Künast fordert "nationalen Kontrollplan" zu Ehec
(06.06.2011)
Schnelltest zum Nachweis des EHEC-Erregers entwickelt
(31.05.2011)