Hannover - Mit den Temperaturen steigt auch die Gefahr eines lebensgefährlichen Hitzschlags. Dabei ist der Körper bis auf 42 Grad aufgeheizt, was zu schwerstem Multiorganversagen mit oft tödlichem Ausgang führen kann, wie die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) am Mittwoch warnte. Die Gefahr werde oft unterschätzt. In den vergangenen Wochen seien allein in die MHH drei Patienten mit Hitzschlag eingeliefert worden, statistisch gesehen sechs Mal mehr als in normalen Jahren.
Nach Angaben der Universitätsklinik mussten in der MHH zwei ältere Menschen wegen Hitzschlag behandelt werden, die trotz der hohen Temperaturen über längere Zeit zu wenig getrunken hatten. Ein Hitzschlag erlitt zudem ein junger Rekrut, der in der ersten Woche bei der Bundeswehr mit Gepäck durch die Hitze marschieren musste und kollabierte.
Um einen Hitzschlag vorzubeugen, solle man körperliche Aktivitäten in der Hitze einschränken und in der prallen Sonne möglichst ganz vermeiden, empfahl MHH-Internist Professor Marius Höper. Zudem sei es wichtig, täglich zwei bis drei Liter zu trinken, am besten Mineralwasser oder Fruchtsaftschorle. Alkoholische Getränke und Kaffee solle man meiden. Bei einem Verdacht auf Hitzschlag müsse man den Betroffenen sofort an einen kühlen Ort bringen, seine Kleidung öffnen und ihn mit Wasser bespritzen. Bei jeder Form von Bewusstlosigkeit sei sofort der Notarzt zu rufen.
(AP)
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