Bonn – Das menschliche Gehirn arbeitet chaotischer als bisher bekannt. Die Weiterleitung der Informationen von Nervenzelle zu Nervenzelle erfolgt keineswegs ausschließlich an den Kontaktstellen zwischen den Fortsätzen der Neuronen, wie Wissenschaftler der Universität Bonn feststellten. Vielmehr schütten die Neuronen auch auf der ganzen Länge dieser Fortsätze Botenstoffe aus und erregen so benachbarte Zellen. „Die Ergebnisse werfen grundlegende Vorstellungen über den Haufen, wie unser Gehirn funktioniert“, erklärten die Forscher. Sie erhoffen sich von dieser Erkenntnis auch die Entwicklung neuer Medikamente – etwa gegen die Hirnstörung Epilepsie. (AP)
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