Aktuelle Nachrichten – Forschung
08.02.2011
New York – Schlaf fördert bekanntlich das Abspeichern von Erinnerungen. Eine Studie der Universität Lübeck deutet darauf hin, dass das Gehirn dabei gezielt besonders nützliche Informationen im Gedächtnis ablegt.
In der Untersuchung sollten sich rund 190 Freiwillige etwa 40 Wortpaare oder bestimmte Bildkombinationen merken. Nur einem Teil der Probanden kündigten die Forscher an, sie nach zehn Stunden abzufragen. Zudem durfte eine Hälfte der Teilnehmer vorher schlafen.
Tatsächlich prüften die Wissenschaftler nach zehn Stunden alle Personen. Erwartungsgemäß schnitten jene Probanden besser ab, die zwischenzeitlich geschlafen hatten. Am besten waren aber die Resultate jener Teilnehmer, die schlafen durften und zusätzlich mit dem Test rechneten.
Bei ihnen war das Gehirn während des Tiefschlafs besonders rege. Je höher diese Aktivität war, desto besser erinnerten sich die Personen an das Gelernte. Die Forscher vermuten im "Journal of Neuroscience", dass das Gehirn noch im Wachzustand bestimmte Informationen markiert, die dann während des Schlafs gezielt im Gedächtnis abgelegt werden. (dapd)
(Quelle: "The Journal of Neuroscience", Vol. 31, S. 1563-1569)
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