Foto: Pixelquelle.de
Berlin – Der Zustand von Nervenbahnen im Gehirn gibt Aufschluss über die Heilungschancen nach einem Schlaganfall. Mit Hilfe von Aufnahmen des Gehirns können Ärzte daher künftig den Patienten etwa sagen, ob sie ihre Bewegungsfähigkeit wiedererlangen werden. Das zeigten neuseeländische Wissenschaftler in einer Studie. Sie analysierten mit magnetischer Stimulation und Magnetresonanztomographie das Gehirn von Schlaganfallpatienten, während diese bestimmte Übungen absolvierten. Die Ergebnisse verglichen sie mit Aufzeichnungen der Handfunktion.
Die Forscher stellten fest, dass sich die Patienten besser erholten, wenn sie jene Regionen des Gehirns einsetzten, die mit der zu bewegenden Hand korrespondierten – also das rechte Hirnareal für Bewegungen der linken Hand und die linke Hälfte für Bewegungen der rechten Hand. Die Patienten, die die Kontrolle der betroffenen Hand auf die andere Seite des Gehirns übertrugen, zeigten eine schlechtere Genesung. Nach Angaben der Wissenschaftler können Ärzte und Rehabilitationsspezialisten dank dieser Erkenntnisse künftig die Behandlung von Schlaganfallpatienten gezielter ausrichten, in dem sie Therapien einsetzen, die stärker eine der beiden Gehirnhälften fordern.
(AP)
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