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Geiselnahme im Berliner Hauptbahnhof unblutig beendet

DAPD

21.11.2007

(AP Photo/Michael Sohn)
(AP Photo/Michael Sohn)

Berlin – Ein Sondereinsatzkommando der Polizei hat am Mittwochabend eine Geiselnahme in einem Café im Berliner Hauptbahnhof unblutig beendet. Die Beamten nahmen einen 26 Jahre alten Mann fest, der rund zwei Stunden lang einen 34 Jahre alten Kellner mit einem Messer bedroht hatte. Einen politischen Hintergrund für die Tat gibt es laut Polizei offenbar nicht, der Täter habe „Forderungen aus dem privaten Bereich“ gestellt. Gegen den Mann werde nun wegen „erpresserischen Menschenraubs“ ermittelt.

Beim Zugriff gegen 18 Uhr sei niemand verletzt worden, sagte Polizeisprecherin Kerstin Menzel. Zugleich korrigierte sie frühere Angaben der Polizei, wonach es sich bei dem Opfer um eine Frau gehandelt hat. Diese Fehlinformation sei auf einen Übermittlungsfehler zurückzuführen.

Der Mann hatte sein Opfer, das in dem Café beschäftigt sei, gegen 16.00 Uhr in seine Gewalt bekommen. Laut Augenzeugenbericht konnte der Täter mit der Geisel nach Gesprächen mit Polizisten zunächst ungehindert aus dem Café gehen. Er sei zwischen den Reisenden hindurch rund 40 Meter durch den Bahnhof gelaufen. Erst vor einem Zeitschriftenladen sei der Zugriff der Polizei erfolgt. Eine Polizeisprecherin erklärte, die Taktik, den Täter aus dem Café gehen zu lassen, sei bewusst gewählt worden. Man habe so einen besseren Ort zum Zugriff gehabt.

Wie die Polizei weiter mitteilte, musste der Hauptbahnhof während des Einsatzes teilweise gesperrt werden. Ein Eingang des Bahnhofs sei geschlossen worden, so dass die Reisenden um das Gebäude herum laufen müssten. Der Zugverkehr sei aber nicht beeinträchtigt gewesen. (AP)

 

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