Panorama - Aktuelle Nachrichten – Generalprobe für die Hochzeit des Jahres – Nina Jerzy
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Aktuelle Nachrichten – Panorama

Hochzeitsübung Generalprobe für die Hochzeit des Jahres

Nina Jerzy

27.04.2011

Ab 2.00 Uhr, Ortszeit,  war am Mittwoch die Prozessionsroute vom Buckingham Palast zur Westminster Abbey für den Verkehr für die Gerneralprobe gesperrt worden, doch stundenlang tat sich kaum etwas. Foto: Gero Breloer/dapd Photo
Ab 2.00 Uhr, Ortszeit, war am Mittwoch die Prozessionsroute vom Buckingham Palast zur Westminster Abbey für den Verkehr für die Gerneralprobe gesperrt worden, doch stundenlang tat sich kaum etwas.

Foto: Gero Breloer/dapd Photo

London – Die Generalprobe für die Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton verlief wie die Beziehung des Paares - langer Anlauf, furioser Höhepunkt. Ab 2.00 Uhr, Ortszeit, war am Mittwoch die Prozessionsroute vom Buckingham Palast zur Westminster Abbey für den Verkehr gesperrt worden, doch stundenlang tat sich kaum etwas.

Erst gegen 5.00 Uhr marschierten die ersten Soldaten auf, die schließlich zu Hunderten die Strecke säumten. Sie waren aber lange Zeit vornehmlich damit beschäftigt, auf Anweisung ihrer Vorgesetzten den korrekten Abstand zueinander und zum Bordstein zu finden.

Großes Finale mit Hymne

Gerade als die Sonne über die Baumwipfel von St. James Park zu erkennen war, ging das Spektakel gegen 6.30 Uhr urplötzlich dann doch los. Polizisten zu Pferde machten den Anfang, gefolgt von degenbewehrten Soldaten mit goldfarbenen Helmen auf Rappen. Sie geleiteten drei Kutschen und eine Limousine auf den Vorhof des Palastes, wo sie von einer Kapelle mit der Hymne "God Save the Queen" begrüßt wurden.

"Wie wunderbar, es ist so extravagant. Als Französin dürfte ich das gar nicht sagen", freute sich Anne Batlogg, die sich wie nur einige wenige Schaulustige am Palast eingefunden hatte. Großbritannien sei einfach eines der letzten Länder, das seine militärische Macht noch derart offen zur Schau stelle. Auch Trish Clancy freute sich über die Generalprobe – dürfte es doch am Freitag nur für wenige einen so guten Blick auf die Prozession geben. Die Angestellte des nationalen Gesundheitsdienstes NHS glaubt daran, dass die Ehe von William und Kate halten wird: "Sie hatten schließlich viele Jahre lang Zeit zu üben."

Herausforderung für Sicherheitskräfte

Wie schon bei den eingefleischten Royalisten, die seit Montag vor der Westminster Abbey zelten, erwies sich die Polizei auch während der Generalprobe als äußert freundlich und hielt Schaulustige lediglich vom Betreten der Fahrbahnen ab. Mit dieser Strategie wolle die Metropolitan Police die Bevölkerung auf ihre Seite ziehen, denn bei dem Großereignis am Freitag brauche sie alle Hilfe, sagte der einstige Polizeioffizier Brian Paddick.

"Dies ist das größte Ereignis, das die Polizei je zu schützen hatte", sagte Paddick, der 2008 für das Amt des Londoner Bürgermeisters kandidiert hatte, während der Generalprobe. Er habe London noch nie so geschäftig erlebt. Zur Hochzeit von Prinz Charles und Diana etwa sei die Bedrohung durch terroristische Anschläge noch nicht im heutigen Maß gegeben gewesen.

Paddick sah die Polizei gut auf das Großereignis vorbereitet. Es gebe aber immer Unsicherheiten. "Wie soll man ganz London, das ganze Verkehrssystem schützen?", sagte er. Die Polizei verlasse sich auch auf die Bürger, ihre Augen und Ohren offen zu halten und verdächtige Personen umgehend zu melden.

(dapd)

 

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