Foto: Gero Breloer/dapd Photo
London – Die Generalprobe für die Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton verlief wie die Beziehung des Paares - langer Anlauf, furioser Höhepunkt. Ab 2.00 Uhr, Ortszeit, war am Mittwoch die Prozessionsroute vom Buckingham Palast zur Westminster Abbey für den Verkehr gesperrt worden, doch stundenlang tat sich kaum etwas.
Erst gegen 5.00 Uhr marschierten die ersten Soldaten auf, die schließlich zu Hunderten die Strecke säumten. Sie waren aber lange Zeit vornehmlich damit beschäftigt, auf Anweisung ihrer Vorgesetzten den korrekten Abstand zueinander und zum Bordstein zu finden.
"Wie wunderbar, es ist so extravagant. Als Französin dürfte ich das gar nicht sagen", freute sich Anne Batlogg, die sich wie nur einige wenige Schaulustige am Palast eingefunden hatte. Großbritannien sei einfach eines der letzten Länder, das seine militärische Macht noch derart offen zur Schau stelle. Auch Trish Clancy freute sich über die Generalprobe – dürfte es doch am Freitag nur für wenige einen so guten Blick auf die Prozession geben. Die Angestellte des nationalen Gesundheitsdienstes NHS glaubt daran, dass die Ehe von William und Kate halten wird: "Sie hatten schließlich viele Jahre lang Zeit zu üben."
"Dies ist das größte Ereignis, das die Polizei je zu schützen hatte", sagte Paddick, der 2008 für das Amt des Londoner Bürgermeisters kandidiert hatte, während der Generalprobe. Er habe London noch nie so geschäftig erlebt. Zur Hochzeit von Prinz Charles und Diana etwa sei die Bedrohung durch terroristische Anschläge noch nicht im heutigen Maß gegeben gewesen.
Paddick sah die Polizei gut auf das Großereignis vorbereitet. Es gebe aber immer Unsicherheiten. "Wie soll man ganz London, das ganze Verkehrssystem schützen?", sagte er. Die Polizei verlasse sich auch auf die Bürger, ihre Augen und Ohren offen zu halten und verdächtige Personen umgehend zu melden.
(dapd)
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