11-Jährige beklagte sich über Bauchschmerzen – Chirurg hatte so etwas in 30 Jahren noch nie gesehen

Daizy beklagte sich zum ersten Mal Ende Juli über intensive Bauchschmerzen. Ihre Mutter Sharyn Partridge dachte, die Sache würde schnell überstanden sein, nachdem bei ihr eine Magen-Darm-Grippe diagnostiziert wurde. Mit genug Flüssigkeit und ein wenig Ruhe würde sie im Nu wieder herumspringen - wie immer.

Das stellte sich leider als falsch heraus.

„Daizy ist nie krank. Sie beklagte sich darüber, dass ihr Magen weh tue und sie sich schlecht fühle, an dem Tag, bevor sie mit ihrem Vater in Urlaub fliegen würde“, erzählte ihre Mutter der Zeitung The Sun.

„Ich dachte, sie wäre nur nervös wegen des Fluges. Sie hatte sich auf dem Weg zum Flughafen fünfmal übergeben.“
Die folgenden Wochen waren für die Familie eine quälende Tortur.

Daizy brach mit ihrem Vater in den Urlaub nach Spanien auf, nur Tage nachdem bei ihr die Magen-Darm-Grippe diagnostiziert worden war. Dort ging ihr Vater dann mit ihr zu einem weiteren Arzt – diesmal in einem fremden Land – weil die Symptome einfach nicht verschwanden, sondern eher noch schlimmer wurden.

Die Ärzte in Spanien stellten Daizy dieselbe Diagnose, aber es handelte sich ganz klar um mehr als nur einen Magen-Darm-Infekt.

Gastroenteritis ist eines der häufigsten Leiden weltweit.

Schätzungsweise über 2 Milliarden Kinder unter 5 Jahren bekommen die Magen-Darm-Grippe jedes Jahr. In England schätzt man, dass etwa 20 Prozent der älteren Kinder und Erwachsenen sich irgendeine Form von viraler oder bakterieller Magen-Darm-Infektion zuziehen.

Die Behandlung ist normalerweise schnell und einfach, und Medikamente – abgesehen von solchen zur Linderung der Symptome – sind normalerweise nicht nötig. Der Infekt ist zwar unangenehm und scheint sich für die Betroffenen oft hinzuzuziehen, aber für gewöhnlich erledigt sich das Ganze oft von selbst und kann einen Tag bis zu einigen Wochen dauern.

Dies war bei Daizy nicht der Fall. Sie beklagte sich am 27. Juli zum ersten Mal über Magenschmerzen und als sie am 4. August aus ihrem Spanien-Urlaub zurückkehrte, ging es ihr immer noch nicht gut, sondern immer schlechter.

Ihre Mutter Sharyn sagte, dass sie etwa „30 Pfund leichter“ aussah, als sie aus den Ferien zurückkam. Sie konnte kaum die Energie aufbringen, um sich im Haus zu bewegen und sah aus, als habe sie eine Essstörung.

„Ihre Knochen standen hervor. Sie sah aus, als habe sie etwa 15 Kilo verloren.“

Ab diesem Zeitpunkt ging Sharyn mit ihr von Arzt zu Arzt. Sie brachte sie zum Hausarzt, zum Krankenhaus und wieder zum Hausarzt zurück, während alle versuchten, die Ursache des Problems zu finden.

„Es brach mir das Herz, sie so zu sehen, mit dem Gewichtsverlust. Es war so schlimm, sie so zu sehen“, sagte ihre Mutter. „Ich musste sie zur Toilette bringen – sie war wie eine 80-jährige Frau, sie ging gebückt.“

„Sie beklagte sich über einen ständigen dumpfen Schmerz, der von Zeit zu Zeit stark anstieg.“

Sharyns Hausarzt vermutete eine Blinddarmentzündung und schickte Daizy daraufhin ins Derriford Hospital. Als das Krankenhaus aber erneut die Diagnose Gastroenteritis und Dehydrierung stellte, brachte Sharyn sie zurück ins Gesundheitszentrum, um herauszufinden, ob vielleicht jemand falsch lag.

Niemand hatte eine Antwort.

Niemand hatte eine andere Antwort als „Magen-Darm-Infekt“, aber Daizy ging es weiterhin schlechter.

Schließlich weigerte sich Sharyn das Krankenhaus zu verlassen, ehe sie eine Diagnose bekäme und endlich glaubte ein Arzt das Problem erkannt zu haben. Er diagnostizierte eine Eierstockzyste, für die Daizy sofort in den Operationssaal gebracht wurde.

Während der Operation jedoch stellte sich heraus, dass der „Magen-Darm-Infekt“ ein bereits erfolgter Blinddarmdurchbruch war und das Leben des Mädchens auf dem Spiel stand.

„Sie wurde fünf Stunden lang operiert. Ich habe noch nie so viele Menschen an jemandem operieren sehen. Ich war völlig am Ende“, erinnerte sich ihre Mutter.

Ihr Blinddarm „war nirgendwo zu sehen“, als die Ärzte sie operierten. Eine mehrstündige Operation um den Dreck und Eiter zu entfernen, das geschädigte Gewebe ihres Darms so gut wie möglich wieder zusammenzuflicken und eine antibiotische Behandlung zu beginnen, war notwendig um das Mädchen zu retten. Auch nach der Operation musste sie noch diverse Medikamente zur Nachbehandlung und zur Verhinderung von schweren Infekten einnehmen.

Der Chirurg hat so etwas in 30 Jahren noch nie gesehen.

„Der Chirurg sagte, er habe so etwas in 30 Jahren noch nie gesehen“, fügte ihre Mutter hinzu.

Daizys Geschichte hat ein glückliches Ende. Die Chirurgen konnten sie retten und sie verbrachte noch ein paar Tage im Krankenhaus, bis sie wieder nach Hause durfte.

Ihre Mutter möchte, dass Daizys Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Eine falsche Diagnose bei einer Blinddarmentzündung ist zwar nicht üblich, kann aber tragisch enden. Sie möchte, dass Eltern aufmerksam sind, Antworten einfordern – sogar, wenn die Ärzte glauben, dass nichts Schlimmes ist. Schließlich gehen nicht alle Geschichten so gut aus wie Daizys.

Wir hoffen, dass ihre Geschichte hilft, das Bewusstsein für diese Dinge zu schärfen und Leben zu retten.

Quelle: 11-year-old gets bad stomach pains but doctors say it’s just a bug—it wasn’t

Wenn Dir dieser Artikel gefällt, teile ihn mit Deinen Freunden und gib uns ein Like auf Facebook! So hilfst Du uns, noch mehr geniale Geschichten aus aller Welt aufzuspüren und mit Dir zu teilen.

Hast Du selbst etwas Geniales erlebt, oder ein geniales Thema, Bild oder Video, das wir posten sollen? Dann schick uns Deine Geschichte im Messenger.

Kommentieren
Werte Leserinnen und Leser,
NEU: Unsere Kommentarfunktion bleibt wieder rund um die Uhr geöffnet.
WIE BISHER: Alle Kommentare durchlaufen eine Moderation.
ABER: nur von 9 - 12 Uhr, von 15 - 18 Uhr und von 20 - 22 Uhr
ist sie mit einem Moderator besetzt und nur dann werden Ihre Kommentare freigeschaltet - so viele wie möglich. Ihre Kommentare sind uns willkommen, bitte lesen Sie vorher die Netiquette HIER.

Ihre Epoch Times-Redaktion