25 Jahre alte Flaschenpost gefunden – Und ein Stück Familiengeschichte

Für viele Menschen ist die Flaschenpost nur etwas, das in alten Piratenfilmen vorkommt. Doch es gibt etliche Geschichten von Strandbesuchern, die am Ufer alte, angeschwemmte Flaschen mit Botschaften darin gefunden haben; manche sogar Jahrzehnte alt.

Diese Botschaften bringen, auf eine einzigartige Weise, Fremde zusammen und vermitteln dem Finder einen Einblick in die Vergangenheit. Der Versuch eines Paares, eine Flaschenpost und deren Verfasserin wieder zusammenzubringen, führte zu einem unerwarteten, aber schönem und faszinierenden Ende.

Eine Botschaft inmitten von Treibholz

Aimee und Josh Gelinas aus Afton, Oklahoma, haben kürzlich mit ihrem Traktor den Strand am Grand Lake durchforstet, in der Hoffnung, interessante Gegenstände zu finden, die das Wasser an Land gespült hat.

„Außerhalb der Saison gehen wir gerne an den Ufern entlang und suchen nach einzigartigen Treibholzstücken“, sagte Aimee im Gespräch mit KJRH.

Doch zwischen den Treibhölzern fiel ihnen etwas ins Auge: eine Glasflasche, in der sich etwas befand.

Gegenüber Grand Lake News sagte Aimee: „Es war eine durchsichtige Flasche mit Markierungen darauf. Und im Inneren schien sich eine eingerollte Nachricht zu befinden.“

„Josh öffnete sie. Als er das Papier glatt strich, konnten wir sehen, dass etwas darauf geschrieben stand.“

Zuerst war das Paar skeptisch – aber es war tatsächlich eine echte Flaschenpost. Und sie war von 1993.

Auf der 25 Jahre alten Nachricht war eine Kontaktinformation angegeben: Sarah Hendrickson, ein 14-jähriges Mädchen, mit einer Adresse in Woodbridge, Virginia. Auch wurde erwähnt, dass sie dort in die Grace Baptist Kirche ging.

Sofort machten sie sich auf die Suche nach Sarah, die nun eine erwachsene Frau sein musste, um ihr ihren Kindheitsbrief zu überreichen. Doch die Suche erwies sich als schwieriger als vermutet. Denn die normalen Google- und Facebook-Suchanfragen brachten keinen Erfolg.

Deshalb nahmen sie professionelle Hilfe in Anspruch. Sie wendeten sich mit ihrer Geschichte an eine Facebook-Suchgruppe namens „Search Squad“, sowie an lokale Nachrichtenagenturen, in der Hoffnung, dass Sarah die Beiträge hören bzw. lesen würde.

„Ich hoffte, dass sie mit mir in Kontakt treten würde“, so Aimee im Gespräch mit KJRH.

„Ich war sogar bereit eine Reise zu unternehmen, um ihr die Flaschenpost zu bringen. Nur, um ihr Gesicht zu sehen.“

Doch dann geschah das Wunder: Die Suche war erfolgreich und Sarah wurde gefunden.

Sarah Hendrickson hieß nun Sarah Lindgren und wohnte in Joplin, Missouri. Aimee nahm auf Facebook zu ihr Kontakt auf. Sie war begeistert, die geheimnisvolle Frau nach langem Suchen endlich gefunden zu haben.

„Ich hatte überall Gänsehaut. Und ich sagte zu ihr, ich kann nicht glauben, dass ich mit ihr spreche“, erinnerte sich Aimee.

Während sich alle Puzzleteile zusammenfügten, gab es eine überraschende Wendung: Sarah konnte sich nicht daran erinnern, jemals einen solchen Brief geschrieben zu haben.

Ihr Vater war beim Militär gewesen. Und zu dieser Zeit hatte Sarah nicht einmal in der Gegend gelebt, sondern in einem Lager in North Carolina.

Sie schaute sich die Handschrift auf dem Zettel genauer an. Es war nicht ihre Handschrift, aber sie kannte sie.

„Oh, du meine Güte”, sagte sie.

„Das ist ja die Handschrift meiner Großmutter!“

Sarahs Großmutter, Fay Hendrickson, lebte damals in Carthage, Missouri. Offenbar hatte sie im Namen ihrer Enkelin eine Flaschenpost in den Spring River geworfen, höchstwahrscheinlich auch für Sarahs Bruder.

„Ich weiß nicht, warum sie das getan hat“, sagte Sarah im Gespräch mit Grand Lake News. „Ich kann mir keinen Reim darauf machen.“

Leider gab es keine Möglichkeit mehr, sie zu fragen. Denn Fay starb vor 13 Jahren. „Ich glaube fest daran, egal was für einen Grund meine Großmutter hatte, diese Post zu schreiben, so fühle ich doch, dass sie immer noch bei mir ist“, fügte Sarah hinzu.

„Das erinnert mich daran, dass das, was verloren geht, letztendlich doch gefunden wird.“

Es bedeutete ihr viel, die Flaschenpost zu haben, auch deshalb, weil sie so wenig Dinge besaß, die sie an ihre verstorbene Großmutter erinnerten.

„Das meiste von dem, was ich von meinen Großeltern bekommen hatte, habe ich im Laufe der Jahre verloren“, erklärte sie. „Das, was ich noch habe, ist hauptsächlich von meinem Großvater.“

„Es ist schön, ein Stück von meiner Großmutter zu haben. Etwas, was sie speziell für mich gemacht hat. Das bedeutet mir wirklich sehr viel.”

Die alte Flasche bekam einen Platz bei den alten Familienfotos im Regal.

Nicht nur, dass die Flaschenpost Sarah mit ihrer verstorbenen Großmutter verband; durch sie gewann sie auch eine neue Freundin.

„Mit Aimee hatte ich gleich eine Verbindung“, sagte Sarah gegenüber Grand Lake News. „Es war wirklich eine erstaunliche Verbindung.“

„Ich habe eine neue Freundin gewonnen.”

Die beiden Frauen beschlossen, dass wenn sie später einmal Enkelinnen haben sollten und diese 14 Jahre alt wären, sie gemeinsam mit ihnen ihre eigene Flaschenpost schreiben wollten.

Quelle: Woman finds a 25-year-old message in a bottle. But when she returns it—discovers even crazier thing

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