3-Jährige hatte einen Riesentumor am Kinn – Der Hiferuf der Eltern über Youtube rettete ihr Leben

Epoch Times7. February 2018 Aktualisiert: 8. Februar 2018 9:49
In einem Zeitalter von Infotainment und Klickfang-Schlagzeilen tummeln sich in den sozialen Medien viele herzzerreißende Geschichten und heischen nach Aufmerksamkeit. Aber dann erfährt man von einer Geschichte wie dieser, wobei am Ende ein Leben gerettet wird. Und das alles scheint es doch wert zu sein!

2014 wurde bei einem einjährigen Mädchen in Brasilien ein gutartiger Tumor am Kinn festgestellt. Innerhalb eines Jahres wuchs dieser auf die Größe eines Kopfes heran und zerfraß ihr den Kiefer und die Zunge. So konnte das Mädchen weder beißen noch schlucken. Die Eltern sahen hilflos zu, wie ihr Kind immer schwächer wurde.

Carol und Menasses Braga waren junge Eltern mit begrenzten Mitteln. Aber sie gaben alles, was sie hatten, für die Behandlung ihres Kindes aus. Die besten Chirurgen in Sao Paulo erklärten ihnen, dass die erforderliche Operation unmöglich durchgeführt werden könne, da ihre Tochter bereits zu schwach sei. Aber das Paar wollte nicht einfach akzeptieren, dass ihre Tochter sterben sollte. Sie suchten verzweifelt nach einer anderen Möglichkeit.

Melyssa Delgado Braga war drei Jahre alt, als Ärzte im Santa Casa de Misericordia Hospital ihren Eltern mitteilten, dass es doch noch eine Chance gäbe, sie zu retten. Sie rieten den Bragas, sich mit Chirurgen in den Vereinigten Staaten in Verbindung zu setzen. Nur hatte die Familie nicht das Geld, um sich den Flug leisten zu können, geschweige denn die Kosten für den längeren Aufenthalt und die medizinischen Kosten.

Die Eltern gingen über die Social-Media an die Öffentlichkeit

Aber jetzt hatten sie zumindest wieder Hoffnung. Sie appellierten in den sozialen Medien, um Gelder für die Reise- und Behandlungskosten zusammenzubekommen.

Der Anblick von Melyssas kleinem Körper, der das Gewicht dieses massiven Tumors tragen musste, zerbrach einem das Herz. Die Menschen in Brasilien fingen an, ihre Geschichte weiterzuerzählen, und schon bald war das Video weit verbreitet. Dank der sozialen Medien griffen dann auch Nachrichtenagenturen die Geschichte auf, sodass Melyssas Notlage noch bekannter wurde.

Ein brasilianischer Arzt in den USA las von Melyssas Not

Während die tragische Geschichte dieser Familie in ganz Brasilien ausgestrahlt wurde, las ein Arzt am Louisiana State University Health Sciences Center auf einer Website darüber. Dr. Celso Palmieri, gebürtiger Brasilianer, arbeitete als Junior-Assistenzprofessor in den USA. Oft las er die Nachrichten aus seinem Land. Der Fall von Melyssa erschütterte ihn sehr.

Es war das größte Myxom, das er je gesehen hatte. Doch es kam ihm der Gedanke, dass seine Abteilung dem Kind möglicherweise helfen könnte. Da er nicht voreilig sein wollte, schickte er dem Chirurgen Dr. G. E. Ghali, der viel Erfahrung mit solchen Fällen hatte, einen Screenshot aus dem Video.

Als Dr. Ghali bestätigte, dass eine Operation machbar sei, suchte Dr. Palmieri im Internet nach den Kontaktdaten der Bragas, um sich mit ihnen in Verbindung zu setzen.

Dr. Ghali setzte sich persönlich für Melyssa ein

Dr. Ghali durchdachte den Fall, und als Vorsitzender des Health Centers beschloss er, seine Kontakte zu nutzen, um Sponsoren des Willis Knighton Health Systems in Shreveport zu gewinnen. So könnten Melyssas Operation und der Aufenthalt der Eltern in den USA finanziert werden.

Für die jungen Eltern, die auf ein Wunder hofften, war der Anruf von Dr. Ghali die Antwort auf alle ihre Gebete.

Und dann ging alles ganz schnell

Melyssa und ihre Eltern wurden sofort nach Louisiana geflogen, wo sich die Ärzte darauf vorbereiteten, das Mädchen noch in derselben Woche zu operieren. Melyssas Zustand war alarmierend: Das Kind war schon fast unterernährt und es war eindeutig, dass ihre Atemwege durch den Tumor langsam blockiert wurden. Einen Monat später hätte die kleine Melyssa ganz aufgehört zu atmen.

Die Operation, die sich jahrelang hinausgezögert hatte, dauerte nur mehr acht Stunden. Der entfernte Tumor betrug fast 20 Prozent von Melyssas Körpergewicht. Die Ärzte entfernten nicht nur das Myxom, sondern rekonstruierten auch ihren gesamten Kieferbereich sowie die Zunge.

Innerhalb eines Monats nach der Operation konnte Melyssa selbstständig essen und schlucken. Carol und Menasses hörten ihre Tochter zum ersten Mal lachen.

Social Media können nicht nur unterhalten

Dank eines weit verbreiteten Beitrags in den sozialen Medien konnte einem kleinen Mädchen ihre Kindheit zurückgegeben werden. Den Eltern wurde erspart, ihre Tochter langsam ersticken zu sehen. Obwohl es noch einige Jahre dauern wird, bis Melyssa ganz genesen ist, hat sie nun aber ein gesundes langes Leben vor sich und kann wieder lachen.

Sehen Sie die Geschichte im Video:

Quelle: 3-year-old has 5 lb tumor on jaw and is dying. After finding a good doctor, she looks amazing!

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