Elektriker findet unschätzbar wertvolles Dokument aus dem 17. Jh – im Schornstein

Das Dokument aus dem 17. Jahrhundert, allgemein bekannt als die "Chimney Map", wurde von einem Schotten bei der Renovierung eines alten Hauses gefunden. Er hatte keine Ahnung, dass das schmutzige Lumpenbündel eine Antiquität war, bis er ungewöhnliche Schriften darauf sah.

Im Jahr 1988 arbeitete der Elektriker Colin Davidson in Drumnahoy Millhouse, Sauchan. Während er Kabel durch das alte schottische Haus legte, stieß er auf ein Lumpenbündel in einem Loch. „Ich zog es heraus und ich konnte sehen, dass Mäuse es als Nest benutzt hatten, es war voll von Mäuse-Kot,“ sagte Davidson in einem YouTube-Video.

Zuerst dachte Davidson, es sei ein Bündel Lumpen, bis er Schrift darauf sah. „Ich dachte, es sieht ziemlich interessant aus, es sieht aus wie eine Antiquität“, erinnert er sich. Also legte Davidson es in eine Mülltüte, legte es in seinen Van und nahm es mit nach Hause.

Als seine Frau später die schmutzigen Lumpen sah, sagte sie: „Das nimmst du hier nicht mit rein.“ Colin hatte also kaum eine andere Wahl, als die geheimnisvolle Karte seinem Mitarbeiter Les Yuill zu geben.

Yuill bewahrte die Karte die nächsten zehn Jahre in einem alten Farbbehälter in seiner Garage auf, bis er Brain Crossan traf – einen Geographielehrer und Kartenliebhaber. Yuill händigte Crossan 2004 die Karte aus. „Ich dachte: Was zum Teufel ist das?“ erinnerte sich Crossan.

Crossan untersuchte die Lumpen auf seinem Küchentisch. Als er die Kartusche mit William III. von England darauf entdeckte, wusste er, dass es sich um eine sehr kostbare und einzigartige alte Karte aus den 17. Jahrhundert handeln musste.

Schließlich tat Crossan die beinahe zerstörte Karte in eine Plastiktüte und spendete sie der National Library of Scotland (NLS).

„Ich hätte mir nie träumen lassen, dass sie es wiederherstellen können“, sagte Crossan. Er sah die Karte danach wieder am 13. März 2017, als sie nach monatelanger akribischer Restaurierung in der National Library in Edinburgh öffentlich ausgestellt wurde.

„Dies ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben, mit denen sich unser Team je konfrontiert sah und sie haben hervorragende Arbeit geleistet“, sagte Nationalbibliothekar Dr. John Scally gegenüber der BBC.

Es stellte sich heraus, dass die 7 x 5 Fuß große Karte vom niederländischen Kupferstecher Gerald Valck angefertigt wurde. Es sind nur zwei weitere Exemplaren bekannt und dieses hing wohl einst an der Wand eines Adelssitzes. Die seltene antike Karte enthüllt einige faszinierende Details aus dieser Zeit, wie z.B. die Orte vieler Seeschlachten. An ihrer rechten Ecke ist eine Ziege zu sehen, die auf einem Berggipfel steht. „Sie zeigt ein Weltbild von Amsterdam aus gesehen, komplett mit kolonialen Ambitionen. Australien zum Beispiel erscheint als New Holland und die Rivalität mit dem alten Feind Spanien wird durch eine Darstellung von Gräueltaten dargestellt, die von spanischen Invasoren in Südamerika begangen wurden“, so NLS auf seiner Website.

Während die „Chimney Map“ noch viele ungelöste Rätsel enthält, ist sie unbestreitbar ein erstaunliches Artefakt, das nun von der Allgemeinheit bewundert werden kann.

„Es wäre sehr einfach gewesen, wenn diese Karte im Müll gelandet wäre, aber zum Glück kann sie jetzt ihren Platz unter den großartigen Karten in unserer Sammlung einnehmen“, sagt Dr. Scally von der National Library in Edinburgh.

Sehen Sie hier das Video zu dieser erstaunlichen Geschichte:

Quelle: Electrician finds an invaluable 17th-century artifact, but his wife wouldn’t let it in the house

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