Intermittierendes Fasten steigert die Gehirnleistung, indem es den Körper in den Überlebensmodus versetzt

Epoch Times12. December 2017 Aktualisiert: 12. Dezember 2017 19:06
Nach neusten Erkenntnissen des „National Institute on Aging“ führt intermittierendes Fasten zu mehr Neuronenwachstum im Gehirn bei Mäusen. Im Hungermodus schaltet der Körper seine Energiequelle von Leber-Glukose auf Fettzellen um. Fettzellen enthalten Ketone, die das Wachstum der Hirnzellen anregen und das Lernen, Gedächtnis und Wahrnehmung verbessern.

Intermittierendes Fasten kann Ihr Gehirn mit mehr Energie versorgen und das Gedächtnis und die Lernfähigkeiten verbessern, so eine neue Studie.

Mehr Neuronen und synaptische Verbindungen durch Fasten

Forscher des „National Institute on Aging“ in Bethesda/USA fanden heraus, dass Mäusen, wenn sie nur jeden zweiten Tag gefüttert wurden, mehr Neuronen und synaptische Verbindungen wuchsen und sich ihre kognitiven Funktionen verbesserten.

Die neuen Erkenntnisse stützen frühere Forschungsarbeiten, die den gesundheitlichen Nutzen des Fastens bei altersbedingten und kardiovaskulären Erkrankungen belegen. Während des intermittierenden Fastens schaltet der Körper seine Energiequellen von Glukose, die in der Leber hergestellt wird, auf Fettzellen um, die die Aktivität und das Zellwachstum im Gehirn stimulieren, so die Studie.

Der Körper schaltet die Energiespeicher der Leber nach etwa 10 bis 14 Stunden beim Menschen ab, sagt Mark Mattson, Leiter des Labors für Neurowissenschaften am National Institute of Aging. Wenn diese Speicher leer sind, wechseln sowohl menschliche als auch tierische Körper zu Fettvorräten, die in Verbindungen umgewandelt werden, die im Blut Ketone genannt werden.

Das Prinzip ist im Wesentlichen das gleiche, als bei populären Keton-Diäten, die auch den Körper in einen „Hungerstatus“ versetzen und ihn ermutigen, Fettzellen – und nicht Glukose – als Energiequelle zu nutzen.

„Ketone wirken direkt auf die Nervenzellen und stimulieren die Produktion von BDNF – ein Schlüsselprotein für das Wachstum von Neuronen – und können helfen, Kognition, Lernen und Gedächtnisaufbau zu optimieren“, sagt Dr. Mattson.

Das Ergebnis, das er und sein Team bei Mäusen beobachteten, ist eine bessere mentale Funktion, die eine oder zwei Wochen andauert. „Es ist ein bisschen wie beim Sport“, sagt er, „wenn du es nicht weiter tust, verlierst du die Effekte.“

Ketone zu erhöhen ist entscheidend

Weniger zu essen, hat jedoch nicht die gleichen Auswirkungen. Menschen, die drei Mahlzeiten am Tag einnehmen, aber insgesamt eine relativ geringe Kalorienzufuhr haben – zwischen 1.800 und 2.000 bei jeder Mahlzeit -, füllen die Energiespeicher ihrer Leber auf.

„So können sie sechs Stunden zwischen den Mahlzeiten vergehen lassen, aber das reicht nicht aus, um die Ketone zu erhöhen“, sagt Dr. Mattson.

In Tierversuchen, wie diesem, waren die Vorteile des Fastens „unabhängig von der Gesamtkalorienzufuhr“, sagt er, aber der „metabolische Wechsel von Glukoseverbrauch zu Ketonen, so denken wir, ist wirklich wichtig für die gesundheitlichen Vorteile.“

Das entscheidende Neuronenwachstum findet in der Ruhephase zwischen den Fastenzeiten statt, aber auch in den „knappen“ Zeiten gibt es Vorteile für das Gehirn. Die Mäuse in der Studie waren wacher und zeigten mehr Aktivität in den Bereichen ihres Gehirns, die für das Lernen und Gedächtnis während der Fastenzeit verantwortlich sind. Dies ist eine wichtige Überlebensfunktion.

„Man würde annehmen, dass in der Evolution Individuen, deren Gehirne im Fastenzustand nicht gut funktionierten, wahrscheinlich nicht überleben konnten“, sagt Dr. Mattson, „also haben wir uns dazu entwickelt, intermittierend zu essen, und es ist wichtig, dass das Gehirn gut funktioniert – vielleicht sogar optimal -, wenn wir über einen längeren Zeitraum nichts zu essen hatten.“

Dr. Mattson sagt, dass das Fasten an jedem 2. Tag, das sein Team bei den Mäusen benutzte, wahrscheinlich nicht für die Menschen funktionieren würde, aber frühere Forschungen haben gezeigt, dass sich die Probanden relativ leicht an die immer beliebter werdende 5:2-Fastenkur anpassen, die zwei Tage Fasten pro Woche erfordert.

Quelle: Fasting diets may boost brain power by putting the body in survival mode

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