In der Oise flüchtet sich ein Hirsch in einen privaten Garten und wird von Jägern getötet

Da wilde Tiere während der Jagdsaison für alles um sie herum eine Gefahr darstellen, und um das Risiko von Beschädigungen oder gar Verletzungen zu vermeiden, wird ihre "sofortige Beseitigung empfohlen". Allerdings muss das Tier schwer verletzt sein, das zweifelsfrei nachzuweisen ist nicht immer einfach.

Am Samstag, den 21. Oktober, flüchtete ein gejagter Hirsch in den privaten Garten eines kleinen Hauses in der Rue des Veneurs, im Wald von Compiègne, Frankreich. Eine Gruppe von zwei Jägern hatte das Tier verfolgt und erschoss es schließlich unter den entsetzten Blicken der Anwohner.

Obwohl dieser Vorfall äußerst selten ist, war die von der Gruppe durchgeführte Operation rechtmäßig. „Die Regeln sind glasklar“, berichtete Pierre Deboisguibert, Generalsekretär der Jagdgenossenschaft in Paris. „Die Hunde werden zurückgerufen und die Polizei benachrichtigt. Die Gendarmen müssen sich dann mit den Eigentümern der Räumlichkeiten in Verbindung setzen, die eine Entscheidung treffen müssen“, fährt er fort.

In diesem Fall wurden die Eigentümer, die zum Zeitpunkt des Vorfalls abwesend waren, kontaktiert. Bis heute haben die Nachbarn und die Jäger jedoch eine unterschiedliche Meinung was das Einverständnis der Bewohner angeht.

Nach dem Versuch, das Tier mit einer Peitsche zu verjagen, kletterten die Jäger über den Zaun und schossen zweimal auf den Hirsch.

Tatsächlich können wilde Tiere während einer Jagdsaison für alles um sie herum eine Gefahr darstellen und um das Risiko von Beschädigungen oder gar Verletzungen zu vermeiden, wird ihre „sofortige Beseitigung empfohlen“.

Allerdings muss das Tier schwer verletzt sein. Es ist nicht immer einfach, eine Verletzung des Tieres festzustellen. Im vorliegenden Fall wird das Verhalten der Jäger untersucht und die Jagdgenossenschaft könnte Strafen gegen sie verhängen.

Der Vorfall schockierte die Nachbarschaft und die Aktivisten gegen die Jagd, die an diesem Wochenende in Compiègne demonstrierten. Der Bürgermeister der Gemeinde, Jean Desessart, sagte, er sei schockiert und wies darauf hin, dass eine Gemeindeverordnung die Jagd auf dem Territorium der Stadt verbietet.

Das Kollektiv Abolissons la Vénerie Aujourd‘ hui betont in einem Beitrag des Le Parisien: „Wir verurteilen diese altertümliche Praxis. Damit dies geschehen kann, müssen wir friedlich sein, damit unsere Stimmen Gehör finden, betonen die Mitglieder. Wir wollen keine Konfrontation. Unser Kampf gegen diese Gemeinschaft ist keine Laune veganer Extremisten, sondern der demokratische Ausdruck der lokalen Bevölkerung, zu der wir gehören.“

Quelle: Dans l’Oise, un cerf se réfugie dans un jardin privé et finit abattu par des chasseurs

Wenn Dir dieser Artikel gefällt, teile ihn mit Deinen Freunden und gib uns ein Like auf Facebook! So hilfst Du uns, noch mehr geniale Geschichten aus aller Welt aufzuspüren und mit Dir zu teilen.

Hast Du selbst etwas Geniales erlebt, oder ein geniales Thema, Bild oder Video, das wir posten sollen? Dann schick uns Deine Geschichte im Messenger.