Tierschützer jubeln: Italien verbietet die Ausbeutung von Tieren im Zirkus

In Italien jubeln die Tierschützer: Der Gesetzgeber verbietet Zirkussen nun, Tiere zu Unterhaltungszwecken auszubeuten.

Ein Gesetz, das die etwa 100 Zirkusse in Italien zwingt, ihre Strategie zu ändern. Bislang waren nicht weniger als 2.000 Tiere gezwungen, an Aufführungen teilzunehmen, die das Publikum im ganzen Land unterhalten sollen.

Die dramatischen Folgen solcher Ausstellungen für die Tiere werden von den Tierschutzverbänden regelmäßig angeprangert: Aggressivität und Angstverhalten, bis zum Wahnsinn.

[caption id="attachment_2307341" align="aligncenter" width="640"] Im Gehege. Foto: Getty Images | JOHN THYS/AFP[/caption]

Ab dem 1. Januar können die Tiere, die in italienischen Zirkussen eingesetzt werden, Schritt für Schritt in Rente gehen.

Die Ankündigung dieser von Tierfreunden lang erwarteten Entscheidung wurde von der NGO Animal Defender International (ADI) sofort begrüßt. Der Präsident des Verbandes, Jan Creamer, zitiert von der britischen Tageszeitung The Daily Express, begrüßte diese beispiellose Entscheidung:

„Zirkusse, die Woche für Woche von einem Ort zum anderen reisen und temporäre Klappkäfige und Gehege benutzen, können die Bedürfnisse der Tiere nicht befriedigen. Durch die Ermittlungen von ADI konnten wir die Gewalt und Missbräuche aufzeigen, die eingesetzt werden, um diese Tiere zu zwingen, zu gehorchen und Tricks zu machen. Wir gratulieren Italien und fordern Länder wie Großbritannien und die Vereinigten Staaten auf, diesem Beispiel zu folgen und dieser Grausamkeit ein Ende zu setzen.“

[caption id="attachment_2307350" align="aligncenter" width="640"] Tigershow. Foto: Getty Images | Kevin Frayer[/caption]

Die italienische Regierung hat jedoch noch nicht genau definiert, wie die Tiere, die derzeit in Zirkussen leben, „in Rente gehen" werden. Der Gesetzgeber hat sich auf ein weiteres Jahr geeinigt, um diese Bedingungen zu schaffen und Lösungen im Zusammenhang mit der Rehabilitation vorzuschlagen.

Die "Rente" ist noch nicht geregelt

Italien ist das 41. Land der Welt, das das vollständige Verbot der Tierausbeutung zu Unterhaltungszwecken befürwortet. Mit 19 Ländern, die ein ähnliches Gesetz (Totalverbot) verabschiedet haben, ist Europa beispielhaft. 7 weitere Länder in Europa haben ein Teilverbot erlassen.

[caption id="attachment_2307353" align="aligncenter" width="640"] Kängurusprung. Foto: Getty Images | Bruce Bennett[/caption] [caption id="attachment_2307356" align="aligncenter" width="470"] Durch den Reif. Foto: Getty Images | Bruce Bennett[/caption]

Seit 2011 gibt es zumindest in Frankreich ein Dekret, das die verschiedenen Arten registriert, die zur Teilnahme an Unterhaltungsshows berechtigt sind: Katzen, Seelöwen und weibliche Dickhäuter werden besonders erwähnt.

Andere Tiere können jedoch auf "künstlerische Rechtfertigung" verwendet werden. Das tragische Ende des Tigers, der aus einem Zirkus entkommen war und in den Straßen von Paris erschossen wurde, könnte die Debatte wieder eröffnen.

Quelle: L’Italie interdit à son tour l’exploitation animale dans les cirques

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Quelle: http://www.epochtimes.de/genial/tiere/tierschuetzer-jubeln-italien-verbietet-die-ausbeutung-von-tieren-im-zirkus-a2307318.html