Als das Ultramarathon-Team den streunenden Welpen fütterte, beschloss er ihnen zu folgen – über 600 Kilometer

Bei einem Ultramarathon durch den dichten Dschungel Ecuadors, fand das Team einen ausgehungerten obdachlosen Hund. Aus Mitleid gab der Teamchef dem Tier ein wenig Essen - worauf der Hund dem Team den Rest des 690 Kilometer langen Weges folgte.

Es ist einer der härtesten Ausdauerrennen der Welt: die Adventure Racing World Championships. Knapp 700 Kilometer ging es durch den ecuadorianischen Dschungel, über Felsen, durch viele Flüsse und noch mehr Schlamm. Am Ende des Ultramarathon war der kleine Welpe sowohl Maskottchen als auch Ehrenmitglied des Teams.


Foto: Facebook | Lindnord & Arthur Venture and Society

Arthur war ein Streuner ohne Heimat, irgendwo im Regenwald Ecuadors. Unterernährt und allein versucht er irgendwie zu überleben.

Inmitten seiner Einsamkeit blitze plötzlich ein Licht auf: Das schwedische Utramarathon-Team „Peak Performance“ nahm am 692-Kilometer-Rennen der Adventure Racing Weltmeisterschaften teil. Während einer Pause, um ihre Kräfte zu sammeln und „nachzutanken“, entdeckten sie Arthur.


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Obwohl das Team in erster Linie sich selbst verpflegen musste, um das Rennen zu beenden, konnte Teamchef Mikael Lindlord nicht anders, als dem armen Hund ein Fleischbällchen abzugeben.

Von da an war es bis in alle Ewigkeit besiegelt, Arthurs Freundschaft und Treue zum Team Peak Performance.


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Zuerst setzten die Sportler ihren Weg fort, unwissend, dass sie einen heimlichen Verfolger hatten.

Das Rennen war unheimlich hart und als sie erneut eine Pause einlegten, sahen sie Arthur – er war total fertig. Sie gaben ihm eine anständige Portion zu essen, denn in seinem Zustand hätte er im Dschungel nichts mehr gefunden.


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Als das Team an einen Fluss kam, rat die Rennleitung ihnen, den Hund zurückzulassen. Aber das konnte den Hund nicht stoppen.

In dem Moment, als sie in ihre Kanus stiegen und lospaddelten, sprang Arthur ebenfalls ins Wasser und begann neben ihnen her zu schwimmen. Weil das Wasser eiskalt war, nahmen sie ihn jedoch schnell an Bord und setzten ihren Weg mit ihm fort.


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Arthur blieb eisern und zeigte seine Treue, indem er das Team auf dem gesamten Weg folgte – kein Fluss war zu breit und kein Berg zu hoch. Selbst als die konditionsstärksten Läufer an ihre Grenzen kamen, war Arthur immer noch an ihrer Seite.

Auch wenn das Team aus Schweden das Rennen „nur“ auf dem zwölften Platz beendete, wurden sie als Sieger gefeiert – als Sieger der Herzen.


Foto: Facebook | Lindnord & Arthur Venture and Society


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Doch die Rückreise nach Schweden war „härter als das Rennen selbst“, so der Teamchef. Unzählige Formulare mussten ausgefüllt und Dutzende Untersuchungen beim Tierarzt waren nötig, bevor Arthur endlich schwedischen Boden betreten durfte.

Arthur ist inzwischen ein offizielles Mitglied vom Peak-Performance-Team und hat sogar seine eigene Stiftung. Die Arthur Foundation kümmert sich um streunende Hunde sowie den Gesetzen zum Schutz für freilaufende Hunde.

Bei Mikael Lindnord hat Arthur sein neues Zuhause gefunden und fühlt sich dort sichtbar wohl. Es sieht so aus, als ob sich harte Arbeit eben doch auszahlt – oder die Treue bei einem 700-Kilometer-Rennen …


Foto: Facebook | Lindnord & Arthur Venture and Society

(ts)

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