Ein herzerwärmender Abschied: Diese Schimpansendame umarmt ihre Pflegerin zum Dank für ihre gute Arbeit

Als Wounda entdeckt wurde, war sie dem Tode nah. Mit viel Liebe pflegten die Mitarbeiter des Jane Goodall Instituts in Tchimpounga, Kongo, die Schimpansin wieder gesund. Nach Jahren der liebevollen Pflege teilt die jetzt gesunde Schimpansendame bei ihrer Freilassung diesen unglaublichen Augenblick mit ihrer Pflegerin.

Der Name der Schimpasendame kommt nicht von ungefähr. „Wounda“ heißt nicht anderes als „dem Tode nah“ in der Landessprache. Doch in den Händen von Jane Goodall und ihren Mitarbeitern in der Schimpansen-Auffangstation in Tchimpounga, ging es Wounda von Tag zu Tag besser.

Nach über einem Jahr intensiver Pflege war Wounda wieder gesund und stark genug um in den Dschungel zurückzukehren. Ein letztes Mal wurde sie im Transportkäfig auf ein Auto verladen und schließlich Richtung Freiheit gefahren.

Als sich der Käfig öffnete, schien es als ob Wounda es nicht fassen könne wieder in der ursprünglichen Natur zu sein. Überwältigt von der Pflege und der neuen Situation kehrte sie zu ihrer Pflegerin zurück und umarmte sie innig.

Bei ihrer Entdeckung war Wounda stark unterernährt und ihr Zustand verschlechterte sich von Tag zu Tag. Es war immer ein Kampf ums Überleben, daher auch der Name.

Im Laufe der Zeit ging es Wounda immer besser. Sie bekam jeden Tag einen Liter Milch und ganz viel Liebe von den Mitarbeiter. Letztendlich war sie so stark, dass über eine Freilassung nachgedacht werden konnte und die Schimpasendame wieder in ihre natürlich Heimat zurück konnte.

Jane Goodall gründete die Auffangstation vor über 20 Jahren. Im Laufe der Zeit wurde die Einrichtung zu einem Rückzugsort für Schimpasen deren Lebensraum von Wilderern und Holzabbau gefährdet wurde. Doch auch kleine Schimpansen werden groß und so musste sich auch das Institut vergrößern.

Um die Nachfrage nach mehr Land zu ermöglichen, arbeiteten die Pfleger noch ein Stück härter und konnten schließlich eine nahegelegene Insel im Kouliou-Fluss als Reservat kaufen. Auch Wounda lebt inzwischen auf dieser Insel.

Mit Ziel Freiheit musste Wounda ein letztes Mal in ihrer Transportkiste steigen, dann wurde sie per Auto und Boot in ihre neue Heimat gebracht.

Kurz vor Woundas Freilassung werden auch die Mitarbeiter etwas emotional. „Es war schon fast zu spät,“ sagte Dr. Goodall. „Doch Rebeca zum Dank, ist sie von den Toten wieder auferstanden.“

„Jetzt hat sie (Wounda) ihren Lebenswillen wiedergefunden und darf in diesem Paradies leben. Sie ist schon der 15. Schimpase den wir hier freilassen. Und wir hoffen es werden insgesamt 60 auf dieser Insel,“ so Goodall weiter.

Zu ihrem 80. Geburtstag wünscht sie sich, genug Geld gesammelt zu haben, um allen Schimpasen ihre Freiheit zu geben. „Das wäre das beste Geschenk, das ich mir vorstellen kann.“