Wie Sie Ängste besiegen und geistig stark sein können

Leiden Sie unter Angstattacken und haben schon alles mögliche unternommen, um sie in den Griff zu bekommen? Hier sind einige der besten, erprobten Strategien für Sie zusammengestellt.

Leiden Sie unter Angstattacken und haben schon alles mögliche unternommen, um sie in den Griff zu bekommen? Dennoch kehren diese Angstschübe immer wieder zurück und sogar heftiger als vorher? Was auch immer die Ursachen sind, weshalb Sie unter diesen Angstattacken leiden, es gibt überraschende Wege um diese Ängste zu überwinden. Denn Angst raubt Kraft und Energie und kann uns sogar hindern, selbst alltägliche Dinge zu tun.

Unsicherheit kann in Angst umschlagen. Sie kann innere Unruhe auslösen, die einen unfähig macht, sich auf die Arbeit oder Schule zu konzentrieren. Schlafstörungen können hinzukommen und man ist leicht irritiert und nervös. Das soziale Miteinander kann gestört sein. Es fällt einem schwer, sich mit anderen zu unterhalten; permanent fühlt man sich beobachtet, oder Sie weisen Symptome wie Stottern, Schwitzen oder Erröten auf. Nicht selten leiden Betroffene unter Magenschmerzen. Daher der Begriff „nervöser Magen“.

Panikattacken können ganz plötzlich aus dem Nichts heraus auftreten. Wie tausend Nadelstiche kann sich das anfühlen und viele berichten von einem Gefühl, als würden sie gleich einer Herzattacke erliegen. Diese Angst kann auch ein Dauerzustand aufgrund seelischer und psychischer Störungen sein, oder alltäglichen Sorgen, die einen belasten.

Jeder von uns hat diesen Zustand schon erlebt. Aber wenn Angst beginnt Ihr Leben zu beeinflussen, einem den Schlaf raubt und Freundschaften und Ehen in die Brüche gehen, oder man nicht mehr imstande ist, seiner Arbeit nachzugehen, dann leiden Sie tatsächlich unter einer schweren Angststörung, wenn nicht sogar einer Psychose. Wird diese Krankheit nicht behandelt, folgen Depressionen, die sogar zu einem früheren Tod und oder zum Selbstmord führen können. Leider kann man Angst nicht über einen längeren Zeitraum mit Medikamenten behandeln, da die Symptome oft zurückkehren und Nebenwirkungen auftreten.

Die Art und Weise, wie Sie generell die Anforderungen in Ihrem Leben bewältigen oder behandeln, hat einen direkten Einfluss, wie Sie letztendlich auch mit Angst umgehen. Deshalb kann eine Optimierung der Art und Weise, wie Sie mit Ängsten umgehen, helfen, Angst-Attacken zu mindern.

Hier sind einige der besten Anwendungsformen, die in einer Studie der „Universität von Cambridge“ zusammengestellt wurden. Alle sind intensiv untersucht und angewendet und während des europäischen Kongresses der Neuropsychopharmakologie in Paris, sowie aus anderen wissenschaftlichen Forschungen, übernommen.

1. Erfolgreiche Umgangskompetenzen

Fühlen Sie sich oft, als geriete Ihr Leben außer Kontrolle? Finden Sie es schwer, Entscheidungen zu treffen oder Dinge anzugehen? Ein Weg, um Unentschlossenheit zu überwinden und die Lebensanforderungen anzupacken, ist das neue Projekt erstmal „lieber schlecht zu machen, als gar nicht“.

Das klingt seltsam, aber wie der Schriftsteller und Dichter G.K. Chesterton sagte: „Alles, was wert ist, es zu tun, ist es auch wert, es schlecht zu tun.“

Und er hat recht. Der Grund, warum das so gut funktioniert, ist, dass es Ihren Entscheidungsprozess beschleunigt, es überhaupt anzugehen. Denn Sie treten in Aktion! Denn „schlecht machen“ setzt nicht den Überehrgeiz voraus, permanent das unerreichbare Ziel vor Augen zu haben, das einen lähmt, sondern im Gegenteil. Besser schlecht, als gar nicht, ist schon mal ein Start. Ansonsten beginnt man stundenlang zu grübeln, wie man es angehen könnte, nur weil man es gut machen will. Das kann sehr zeitraubend und stressig sein. Oft verlässt einen dann schon der Mut, es überhaupt anzugehen.

Denn nicht selten warten die Menschen auf den perfekten Moment, auf die richtige Entscheidung, auf irgendetwas. Aber sie fangen einfach nicht an. Aber das kann zu Zaudern oder langen Verzögerungen führen, oder sogar verhindern, dass wir es dann am Ende überhaupt angehen. Das verursacht Stress und Angst. Stattdessen, warum nicht einfach anfangen, „besser es schlecht zu machen, als gar nicht“, und ohne sich zu sorgen, wie es sich am Ende herausstellen wird. Es wird nicht nur viel einfacher sein, mit etwas zu beginnen, Sie werden auch feststellen, dass Sie die Aufgaben viel schneller als gedacht abschließen können. Ab einem gewissen Punkt werden Sie bemerken, dass es gar nicht so übel ist. Wenn es nicht ganz perfekt ist, später dran feilen und basteln ist immer noch drin. Man ist jedenfalls im Fluss und ist es angegangen.

Mit „do it badly“ als Motto, haben Sie Mut, neue Dinge auszuprobieren, es weckt den Ehrgeiz und der Spaßfaktor kommt auch noch hinzu. Da bleibt nicht viel Zeit, sich ständig Sorgen zu machen. Es geht darum, lieber es wenigstens anzugehen, auch wenn es schlecht wird, und dann mal zu schauen, wann man es irgendwie verbessern kann. Letztlich geht es um eine Befreiung. Befreiung von dem permanenten Druck, den man sich oft selbst auferlegt.

Verzeihen Sie sich und warten Sie doch einfach mal, mit dem „sich Sorgen machen“:

Sind Sie besonders kritisch zu sich selbst und den Fehlern, die Sie machen? Nun, stellen Sie sich mal vor, wenn Sie einen Freund hätten, der Sie ständig auf alles darauf hingewiesen hätte, was Sie im Leben falsch machen, wahrscheinlich hätten Sie alles unternommen, diesen „Freund“ so schnell wie möglich loszuwerden. Aber Menschen mit Angst tun dies so oft, dass sie es nicht einmal mehr erkennen. Sie sind einfach nicht nett zu sich selbst.

Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, mehr Mitgefühl mit sich selbst zu haben und sich auch mal für Fehler zu verzeihen. Wenn Sie glauben, Sie haben mal wieder einen Fehler gemacht, kritisieren Sie sich nicht sofort. Stattdessen erkennen Sie, dass Sie immer diesen Impuls haben, sich selbst gleich zu kritisieren – dann verschwinden auch die negativen Gedanken. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Aufgabe, die Sie vor sich haben. Es wird Ihnen dann leichter fallen, dieser Aufgabe neue Aufmerksamkeit zu schenken.

2. Eine weitere wirksame Strategie ist erst mal abzuwarten, bevor man sich Sorgen macht

Wenn etwas schief gelaufen ist und Sie sich wieder Sorgen machen, weil Sie glauben, es verbockt zu haben, fühlen Sie sich einfach mal nicht gleich schlecht. Stattdessen schieben Sie das „Ich mach mir Sorgen, ich kann nichts, bin nichts“ mal zehn Minuten pro Tag beiseite, während Sie sich um irgendetwas anderes kümmern.

Wenn Sie das ausprobieren, werden Sie feststellen, dass Sie die Situation plötzlich anders wahrnehmen. Die Angst konnte sich nicht auslösen, da Sie sich mit etwas anderem beschäftigt haben. Die sich ständig kreisenden Gedanken, genährt mit Angst, sind ganz einfach ihrer Energie beraubt worden. Wir haben sie nicht gefüttert.

3. Finden Sie einen neuen Lebenssinn, indem Sie anderen helfen

Es ist auch eine Überlegung wert, wie viel Sie von Ihrem Tag eigentlich konkret mit jemand anderem verbringen. Wenn Sie kaum sozialen Kontakten nachgehen, dann birgt das ein hohes Risiko für eine schlechte psychische Verfassung – unabhängig davon, wie viel wir arbeiten oder wie viel Geld wir verdienen. Kein Mensch ist glücklich, wenn er nicht jemanden weiß, der seine Liebe braucht oder erwidert.

Das bedeutet nicht, dass wir das Lob der Leute brauchen, aber etwas gemeinsam zu tun und zu erreichen, nimmt den engen Fokus auf uns selbst, und damit auch von unseren Sorgen und Ängsten. Automatisch verlagert sich der Fokus und wir sind in der Lage, die Situationen anders abzuwägen.

Mit anderen Menschen verbunden zu sein, beweist sich als einer der stärksten Puffer gegen eine schlechte psychische Gesundheit. Der Neurologe Viktor Frankl schrieb, dass für Leute, die denken, „es gibt nichts, wofür es wert ist zu leben“ und damit auch nichts mehr vom Leben erwarten, nur noch die Antwort half: Aber das Leben erwartet etwas von dir!

Zu wissen, dass man von jemanden gebraucht wird, macht es einfacher, die härtesten Zeiten zu durchstehen. Sie werden das „Warum“ für Ihre Existenz erkennen und werden in der Lage sein, fast jedes „Wie“ zu tragen.

Also, wie könnten Sie sich für jemand anderen im Leben wichtig machen? Es könnte etwas so einfaches sein, wie z. B. die Betreuung eines Kindes oder eines älteren Menschen, Freiwilligenarbeit oder Aufgaben erledigen, die künftigen Generationen zugutekommen. Auch wenn diese Menschen nie erkennen werden, was Sie vielleicht für Sie getan haben, ist es egal, weil Sie es wissen. Das könnte Ihnen die einmalige Bedeutung Ihres Lebens offenbaren.

Beginnen Sie doch einfach gleich!

(Übersetzt und bearbeitet von Jacqueline Roussety)

Quellen:

How to Beat Anxiety and Become Mentally Strong

 

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