350 Jahre alte Mumie einer Adligen aus Frankreich sorgt für eine Überraschung nach der Anderen

Als die Archäologen, den Sarg einer französischen Adligen öffneten, trauten sie ihren Augen kaum. Was folgte waren Überraschungen über Überraschungen.

Der Sarg der französischen Adeligen Louise de Quengo (1584-1656) wurde 2013 auf einer Baustelle von Archäologen aus ihrem Grab geborgen. Sie wurde in einem steinernen Grab in einer Kapelle eines ehemaligen Klosters in der westlichen Stadt Rennes beigesetzt.

Zu Lebzeiten war sie mit dem französischen Ritter Toussaint de Perrien von Brefeillac verheiratet. Dieser starb jedoch bereits im August 1649, also 17 Jahre vor seiner Frau.

Nach dem Tod ihres Mannes legte die Edelfrau ein Gelübde ab, im Jakobinerkloster von Rennes begraben zu werden. Das Kloster hatte bereits ihren Mann bei seinem Tod begleitet. So war es auch das Kloster, dass die Identität der Frau gemäß ihrem Begräbnisregister bestätigte.

Im Sarg der mumifizierten Dame befanden sich einige ihrer persönlichen Besitztümer. Aufgrund der günstigen Konservierungsbedingungen blieben alle organischen Bestandteile erstaunlich gut erhalten. So wurde nachgewiesen, dass sie ein Wollkleid, Oberteil, Umhang und Lederpantoletten mit Korksohlen trug.

Ihr Gesicht wurde mit einem Schutzkragen, zwei Hauben und einer Blende bedeckt. Auch solle sie bei ihrer Bestattung ein Kreuz in den Händen gehalten haben. Doch der spektakulärste Fund allerdings war einer, der buchstäblich ihrem Mann gehörte.

Frankreich gilt für viele Menschen als das Land der Liebe. Doch mit diesem ungewöhnlichen Gegenstand in ihrem Sarg rechnete niemand auf dieser Welt.

Es war das Herz ihres Ehemannes Perrien, dass in einer – selbstverständlich – herzförmigen Metalldose gefunden wurde! Die Inschrift der Metalldose und die sich darin befindenden Dokumente wiesen unter anderem auf die Identität der bestatteten Person hin.

„Es war eine sehr schöne Entdeckung“, sagte Colleter, ein Archäologe vom National Institute for Preventionative Archaeological Research zum Guardian. Er war dabei, als der Sarg der Adeligen nach 350 Jahren das erste Mal geöffnet wurde.

Ein CT-Scan ergab, dass das Herz ihres Mannes durch die Versiegelung des Sarges bemerkenswert gut erhalten blieb.

Die Mediziner stellten noch ein weiteres interessantes Detail fest: So soll Louise de Quengo an Nierensteinen gelitten haben und schlussendlich an einer Infektion gestorben sein.

Noch erstaunlicher war die Entdeckung, dass ihr eigenes Herz fehlte! Ihr Herz musste mit wahrer chirurgischer Meisterleistung herausgenommen worden sein. „Mit Louise hatten wir eine Überraschung nach der Anderen“, sagte der Gerichtsmediziner Dedouit.

Louise wurde im September 2015 erneut beigesetzt. Jedoch stellt sich für viele die Frage: Wer hat ihr Herz mit solch einer Präzision entnommen? Und wo befindet sich ihr Herz jetzt?

Die Forscher vermuten, dass ihr Herz im Grab ihres geliebten Mannes niedergelegt wurde. Ein Zeichen, dass das Herz des anderen auch über den Tod hinaus noch ihnen gehöre. Wer von uns wünscht sich nicht auch so eine ewig währende Liebe?

Quelle: 350-year-old coffin of French aristocrat uncovered, experts were stunned to find ‘surprise after surprise’ hidden inside it

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