Antike unterirdische Stadt gefunden – Ein 3.000 Jahre alter unterirdischer Bunker!?

Dieser Mann in der Türkei renovierte sein Haus, aber als er eine Wand im Keller niederriss entdeckte er nicht nur einen weiteren Raum - sondern eine ganze unterirdische Stadt. Bis jetzt haben Höhlenforscher elf Stockwerke gefunden. Wann - und von wem - die unterirdische Stadt erbaut wurde, ist immer noch ein Rätsel.

Ein Mann aus der türkischen Provinz Nevsehir wollte sein Haus renovieren. Besonders der Keller hatte es ihm angetan und so fing er dort an. Doch, als er eine Wand niederriss um Platz zu schaffen, stolperte er über eine Entdeckung gigantischen Ausmaßes: eine unterirdische Stadt.

1963 entdeckte er hinter seinem Keller einen, bis dahin unbekannten Raum und einen langen Gang. Aber das war noch nicht alles: Bis heute ist das gesamte Ausmaß der mysteriösen Stadt nicht erforscht. Bislang sind elf Stockwerke und unzählige Räume, Gänge und Luftschächte bekannt. Manche vermuten jedoch weitere 18 Stockwerke unter den bisher entdeckten.

Wer die sogenannte unterirdische Stadt „Derinkuyu“- was im Türkischen so viel heißt, wie tiefer Brunnen – erbaut hat, wie groß sie wirklich ist, wann sie erbaut wurde und wozu ist bis heute unbekannt.


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Während einige Wissenschaftler den Ursprung der riesigen Metropole im Byzantinischen Reich (ca. 780 – 1180 n. Chr.) vermuten, spekulieren andere, dass sie schon von den Phrygiern um 800 v. Chr. erbaut wurde. Auch Schätzungen, wonach die Stadt noch älter ist, existieren.

Sicher ist nur, dass die Stadt in der Region Kappadokien so alt ist, dass keine schriftlichen Überlieferungen existieren …


Foto: Screenshot | YouTube | Rebaz Zedbagi

Obwohl es nicht bekannt ist, wer die Stadt erbaut hat, konnte nachgewiesen werden, dass viele verschiedenen Gruppen in ihr lebten. Unter anderem flohen wohl frühe Christen in die Tunnel, um einer religiösen Verfolgung zu entgehen. Auch Einheimische sollen diesen Ort während der arabisch-byzantinischen Kriege als Zuflucht verwendet haben.

Es gibt über 100 versteckte Eingänge, durch die Bewohner und ihr Vieh in die Stadt hinabsteigen konnten. Das viel verzweigte Netzwerk aus Tunneln erstreckt sich mindestens bis in 85 Meter Tiefe.


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Unterirdische Stadt oder doch eher Festungsanlage?

Über Kilometer hinweg erstreckt sich die unterirdische Anlage, Schätzungen zufolgen konnten in ihr bequem 20.000 bis 50.000 Menschen leben – und ihr Vieh. Die Höhlen der Stadt beherbergen nicht nur Schulen, Kirchen (oder andere religiöse Orte), Küchen, Wein- und Ölpressen und Ställe, sondern auch Waffenkammern, Friedhöfe und mehr.

Unterirdische Flüsse und Brunnen versorgten die Stadt mit Trinkwasser und schützten gleichzeitig vor einer Belastung des Wassers, für den Fall, dass Feinde die Bewohner vergiften wollten.


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Es gibt auch Tunnel, einer von ihnen ist knapp 9 Kilometer lang, die Derinkuyu mit ähnlichen unterirdischen Städten verbinden, wovon es über 200 in der Region gibt. Riesige runde Steintüren verschließen die Eingänge zuverlässig – und können nur von innen geöffnet werden.

Über 15.000 Lüftungsschächte versorgen auch die tiefsten Ebenen mit Frischluft.


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Derinkuyu ist die tiefste bekannte von Menschen gemachte Behausung der Welt. Größter Aufwand und unglaubliche Planung müssen vor Hunderten – oder sogar vor Tausenden – von Jahren betrieben wurden sein, um alle Räume ausreichend zu stützen und ein Einstürzen zu verhindern.

Auch heute würde die Errichtung einer solchen Stadt ungeheuren Aufwand darstellen – geschweige denn mit antiken Bautechniken. Solch ein monumentales Bauwerk ist vergleichbar mit den Pyramiden von Gizeh, sagte ein Ingenieur.


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Ein Teil der unterirdischen Stadt Derinkuyu ist seit 1969 öffentlich zugänglich. Doch nur etwa 25 – 50 % der bisher entdeckten Gänge und Räume kann man besichtigen. Seit 1985 gehört die Region auch zum Weltkulturerbe der UNESCO.


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Es gibt verschiedene Theorien, aus welchen Grund Derinkuyu gebaut wurde. Sehr wahrscheinlich ist es als Zufluchtsorts vor Krieg und Verfolgung verwendet wurden. Doch auch eine Nutzung als reguläre Wohnanlage, um den heißen Sommern und sehr kalten Wintern zu entfliehen, ist nicht ausgeschlossen. Die Bedingungen unter Tage sind ideal, um die Ernteerzeugnisse lange zu lagern.

Wildere Theorien besagen, dass die Stadt tatsächlich als Luftschutzbunker gegen außerirdische Angriffe erbaut wurde. Aber egal wer Derinkuyu erbaut hat, beziehungsweise wann und zu welchen Zweck, es ist eine Zeugnis außergewöhnlicher Fähigkeiten und großem planerischen und handwerklichen Geschick.

Was denkst Du, von wem die unterirdische Stadt erbaut wurde – und warum?

(ts)

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