Du wirst nicht glauben, was dieser Bauer bei seiner Arbeit entdeckt hat

Etwas zu finden, von dessen Existenz man nichts ahnte, ist berauschend. Genauso musste sich auch James Bristle, ein Bauer aus Michigan, gefühlt haben, nachdem er 2015 auf einen Fund mit wortwörtlich gewaltigen Ausmaßen gestoßen war.

„Dass, was wir da zutage befördert haben, war vermutlich ein Rippenknochen“, sagte James zu mlive.com. „Es war von oben bis unten komplett mit Schlamm bedeckt. Deshalb dachten wir zuerst, es wäre ein verbogener Zaunpfahl.“

Aber als sie weiter um das große, unbekannte Objekt herumgruben, erkannten sie, dass es etwas viel Bedeutsameres war. Es war nicht nur von enormer Größe, sondern auch von enormer Bedeutung für Wissenschaftler.

Der vermeintliche Zaunpfahl entpuppte sich später als Mammutknochen

Beim Graben auf seiner Farm in der Nähe von Chelsea, Michigan, entdeckte James Bristle, die Knochen eines Wollmammuts.

Bevor James mitgeteilt wurde, dass es sich bei seinem Fund um die Knochen eines Mammuts handelt, war er sich nicht sicher, was er da entdeckt hatte.

„Wir wussten, dass es etwas war, das außerhalb der Norm lag“, sagte der Bauer aus Michigan. „Mein Enkel kam rüber, um es sich anzusehen, er ist 5 Jahre alt, er war sprachlos.“

Er ahnte dass das, was er da ausgegraben hatte, von Bedeutung sein könnte. Deshalb rief er Dan Fisher vom Museum für Paläontologie der University of Michigan an.

Dan machte sich sofort zusammen mit einer Handvoll Studenten auf dem Weg zu James. Als sie die Baustelle betraten und einen Blick auf seine Entdeckung warfen, waren sie schockiert. Die ausgegrabenen Knochen des Mammuts machten etwa 30 bis 40 Prozent des gesamten Körpers aus.

James Bristle gab dem Team der University of Michigan einen Tag lang Zeit, um den Fund auszugraben.

Große Maschinen waren im Einsatz um die Mammutknochen freizulegen

Dan Fisher und eine engagierte Gruppe von Studenten machten sich sofort an die Arbeit. Der örtliche Baumaschinenhändler James Bollinger stellte sein Fachwissen und seine großen Maschinen zur Verfügung. Laut Detroit News beschrieb Bollinger die Arbeit als spannend, aber mühsam.

Der Baggerfahrer Bollinger half dem Paläontologen-Team beim Abtragen der Erde. Jedes Mal, nachdem er wieder ein paar Zentimeter tiefer baggerte, untersuchte das Team die freigelegte Fläche.

„Als wir weitergruben, fanden wir die Schädeldecke, ein Haufen Rippen, Zähne und Halswirbel. Dann haben wir beide Stoßzähne freigelegt. Die Stoßzähne waren geschätzt zwei Meter lang“, sagte Bollinger.

Die Wissenschaftler glauben, dass das Mammut etwa 45 Jahre alt war, als es starb. Außerdem sind sie der Meinung, dass es von Jägern in der Gegend getötet wurde.

James berichtete, dass seine Familie das Grundstück gegenüber dem Fundplatz seit den 1950er Jahren besitzt. Aber das Stück Land, auf dem die Entdeckung gemacht wurde, war erst seit etwa zwei Monaten in seinem Besitz. Die Entdeckung wurde während des Baus einer Entwässerungsanlage für sein neues Feld gemacht.

Er beschrieb die Ausgrabung als spannend, aber langwierig. „Dennoch bin ich froh, dass ich die Universität angerufen habe“, sagte James stolz. Denn rückblickend ist er sich sicher die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

James spendete die Mammutknochen der Universität für ihre Forschung

Die University of Michigan zeigt das Mammut nun stolz in ihrem naturhistorischen Museum. Sie bauten extra einen Raum im vierten Stock aus, der nur James sensationellen Fund gewidmet ist.

Durch die Spende konnte das Team an der Universität das Mammut genauer untersuchen. So konnten sie auch die Größe des Mammuts rekonstruieren. Die Forscher vermuten, dass er das Tier einst zwischen sieben und acht Tonnen gewogen hat. Seine Höhe misste etwa drei Meter vom Boden bis zu seiner Schulter.

Zudem ist das Mammut vor etwa 11.000 bis 15.000 Jahren gestorben.

Die University of Michigan beabsichtigt, das Mammut bis Januar 2018 an seinem jetzigen Standort zu zeigen. Danach soll sie an ihren neuen Standort auf dem Campus verlegt werden.

Quelle: You won’t believe what this farmer dug up while working on his farm

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