Forscher finden Zecken in Bernstein – Eine von ihnen könnte noch Dinosaurierblut enthalten!

Epoch Times5. February 2018 Aktualisiert: 5. Februar 2018 17:12
Es klingt wie eine Szene aus Jurassic-Park. Forscher entdeckten 4 Zecken eingeschlossen in einem 99 Mio. Jahre alten Bernstein. Das Besondere: Eine der Zecken enthielt tatsächlich noch Blut ihres letzten Mahls.

Spanische und britische Forscher haben in Birma 4 Zecken entdeckt, die perfekt in Bernstein konserviert sind. Die vier Spinnentiere sind etwa 99 Millionen Jahre alt. Es ist ein großartiger Fund für die Wissenschaftler, denn diese Entdeckung wird zweifellos dabei helfen, wie sich diese blutsaugenden Parasiten im Laufe der Zeit entwickelt haben.

Professor und Co-Autor Xavier Delclòs untersuchte detailliert die vier prähistorischen Zecken aus dem Bernstein. Seine Ergebnisse veröffentlichte der Wissenschaftler Ende letzten Jahres in der Zeitschrift Nature Communications. Er erklärt, dass „es extrem selten ist, Fossilien von blutsaugenden Parasiten zu entdecken, die zudem noch Reste ihrer letzten Mahlzeit beinhalten. “

Von den vier in Burma gefundenen Zecken war eine voller Blut. Eine Andere wiederum kämpfte mit einer Feder, die nur einem Dinosaurier gehören konnte!

„Auch wenn wir nicht sicher sein können, von welcher Dinosaurierart sich die Zecke ernährte, so wissen wir doch, dass die Feder aus dem Burma-Bernstein aus der mittleren Kreidezeit sicher nicht zu einem modernen Vogel gehörte“, sagte Ricardo Pérez-de la Fuente laut Mitteilung des Oxford University Museum of Natural History.

Jurassic-Park-Fans aufgepasst

Winzig klein, von einigen Mikrometern bis zu einigen Millimetern, haften Zecken an der Haut ihrer Beute, um sich von ihrem Blut zu ernähren. Die im versteinerten Material aufbewahrte Feder könnte daher ein handfester Beweis dafür sein, dass Zecken Dinosaurier angriffen. Jedenfalls zeigt der Fund die enorme Anpassungsfähigkeit der Spinnentiere im Laufe der Jahrhunderte.

Obwohl es schwierig scheint, eine genaue Vorstellung von der Dinosaurierart zu haben, zu der die Feder gehört, schätzt André Nel, dass das Exemplar, das die Zecke beherbergen könnte, „nicht viel größer sein sollte als Huhn“.

Doch für viele Jurassic-Park-Fans kommt nun die große Ernüchterung. Aus dem eingesaugten Blut der Zecken lässt sich keine Dinosaurier-DNA entnehmen. Sämtliche Versuche aus der Vergangenheit blieben erfolglos. Der Grund: die DNA-Struktur sei dafür nicht langlebig genug. Es ist eben nicht alles so einfach, wie es im Film erscheint …

Quelle: Des chercheurs retrouvent 4 tiques dans de l’ambre fossilisé – l’une d’elles pourrait contenir le sang d’un dinosaure !

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