Indonesien: Der Vulkan Sinabung speit Asche kilometerweit in die Atmosphäre

Epoch Times23. January 2018 Aktualisiert: 24. Januar 2018 13:47
Seit letztem Jahr macht der Vulkan Gunung Agung auf Bali den Bewohnern Sorgen und nun ist der Himmel über Indonesien erneut verdunkelt. Die Ursache ist der Vulkan Sinabung auf Sumatra.

Nach einer längeren Ruhephase brach der Sinabung begleitet von Erdstößen erneut aus. Im Jahr 2013 war der letzte Ausbruch. Tausende von Menschen müssen in Sicherheit gebracht werden. Derzeit sind in Indonesien viele Vulkane aktiv.

Rauchsäulen und Asche sind über dem Vulkan Sinabung auf Sumatra zu sehen. Der Vulkan spie die Asche am Donnerstag mehr als einen Kilometer hoch, sagte Sutopo Nugroho von der indonesischen Katastrophenschutzbehörde. Von knapp fünf Minuten andauernden Erdstößen wird dieser Ausbruch begleitet. Es sollen sich laut Autopo, noch zwei Millionen Kubikmeter Lava in dem Krater des 2460 Meter hohen Vulkans befinden. Immer wieder bricht d er Vulkan seit 2013 aus und Tausende müssen evakuiert werden.

Seit 2015 herrscht höchste Alarmstufe

Auch der Vulkan Semeru in der Provinz Ostjava speit Asche aus seinem Schlot. Auf Bali gilt seit November 2017 höchste Alarmbereitschaft um den Gunung Agung. Die Behörden legten das Sperrgebiet rund um den Vulkan herum auf derzeit sechs Kilometer fest.

Der pazifische Feuerring

Vulkanausbrüche sind keine Seltenheit in dieser Region. Denn Indonesien mit seinen mehr als 17 000 Inseln liegt auf dem pazifischen Feuerring. In diesem Gebiet treffen Kontinentalplatten der Erdkruste aufeinander. Sehr oft kommt es zu Erdbeben und Eruptionen. In der Inselregion um Indonesien herum gibt es um die 130 aktive Vulkane.

Klimatologen warnen vor einem größeren Ausbruch des Gunung Agung

In den vergangenen Wochen hatte sich der Gunung Agung («Wunderbarer Berg») etwas beruhigt. Doch Klimatologen sind besorgt über einen größeren „bevorstehenden“ Ausbruch des Agung-Vulkans. Es könnte den Planeten Erde abkühlen lassen. Sie warnten davor, dass der Vulkan Agung östlich von Bali (Indonesien) große Mengen an Schwefeldioxid (SO2) ausstoßen würde und damit einen Kühleffekt auslösen würde, der jahrelang anhalten könnte.

Laut einer veröffentlichten Erklärung des indonesischen Zentrums für geologische und vulkanologische Katastrophenvorsorge stehe das Risiko eines erneuten Ausbruchs unmittelbar bevor. Nach Aussagen des Vulkanologen Gede Suantika könnte es in nur kurzer Zeit zu einem größeren Ausbruch kommen. Doch es sei unmöglich, 100 % sicher zu sein, berichtete der New Zealand Herald.

Sobald der Vulkan große Mengen SO2 emittiert, kann es sich in winzige Sulfat-Aerosolpartikel verwandeln. Dadurch entstehen chemische Verbindungen in der Atmosphäre, die die Helligkeit der Wolken verändern, die Durchlässigkeit der Atmosphäre für das Sonnenlicht verringern und regionale Niederschlagsmuster beeinflussen, so die Klimaexperten der nationalen ozeanischen und atmosphärische Organisation (NOAA) der USA.

Vulkanausbrüche verursachen Klimawandel

„Aus diesem Grund verursachen Vulkanausbrüche einen Klimawandel, der mehrere Jahre andauern kann“, sagte Georgiy Stenchikov, Professor an der Rutgers Universität und Forscher beim Erdbeobachtungszentrum der NASA.

Ein am 27. November 2017 aufgenommenes Bild des NASA-Satelliten „Aura“, zeigte hohe Konzentrationen von SO2, die in Zusammenhang mit dem Vulkanausbruch des Mount Agung stehen.

Das NOAA-Team sagte, dass das auf dem Bild beobachtete SO2 eine „Frühwarnung“ für mögliche Klimaveränderungen sei, die durch einen Megaausbruch des Agung hervorgerufen werden könnten.

Ein Satellitenfoto, das später am 28. November aufgenommen wurde, zeigte, dass sich die SO2 Mengen reduziert hatten. Doch laut der Vulkanologin Janine Krippner vom NASA-Erdobservatorium ist der Vulkan definitiv nicht zur Ruhe gekommen, es ist einfach „normal“, dass die Emissionen „ein wenig schwanken“.

Simon Carn, ein Vulkanologe vom Technischen Institut in Michigan, ebenfalls Forscher beim Erdbeobachtungszentrum, stellte fest, dass die Bewegung nach Westen tatsächlich auf die Sogwirkung des tropischen Wirbelsturms Cempaka südlich von Java zurückzuführen ist.

Das Erdbeobachtungszentrum der NASA ist zu dem Schluss gekommen, dass ein massiver Strom von Gas und Asche aus einer größeren Eruption die Umwelt und das Klima global, regional und lokal beeinflussen wird.

„Schwefelgase werden in Sulfat-Aerosole umgewandelt, submikrometrische Tröpfchen, die etwa 75% Schwefelsäure enthalten. Nach den Eruptionen können diese Aerosolpartikel bis zu drei oder vier Jahre in der Stratosphäre verbleiben“, erklärt die NASA.

Dadurch wird die Strahlung, die die Erde erreicht, reduziert, da Aerosole die Strahlung absorbieren und reflektieren.

Die jüngste Aktivität von Agung begann am 21. November 2017 mit einem Ascheausbruch, gefolgt von einem zweiten Ausbruch am 25. November. Nun ist der Vulkan Gunung Agung wieder etwas ruhiger geworden. Aber die Vulkanaktivitäten in der Region haben noch nicht nachgelassen.

Mehr zu den feuerspeienden Bergen:

Quelle: Bali : une éruption majeure « imminente » du volcan Agung pourrait refroidir la planète Terre

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