Neuseeland erkennt seit 2015 Tiere rechtlich als fühlende Wesen an

Neuseeland ist, was den Tierschutz betrifft, schon 2015 einen großen Schritt voran gegangen. Ein Gesetz gesteht ihnen rechtlich zu, als fühlende Wesen anerkannt zu werden.

2015 wurde eine Gesetzesänderung verabschiedet die besagt, dass Tiere wie Menschen fühlende Wesen sind.

„Zu sagen, dass Tiere empfindungsfähig sind, bedeutet, ausdrücklich zu erklären, dass sie sowohl positive als auch negative Emotionen, einschließlich Schmerzen und Leiden, erleben können“, sagte Dr. Virginia Williams, Vorsitzende des National Animal Ethics Advisory Committee (Beratender Ausschuss für Tierethik in Neuseeland).

Das Gesetz verbietet außerdem Tierversuche zur Prüfung kosmetischer Mittel. Generell kann man sagen, dass mit der Anerkennung von Tieren als fühlende Wesen der Schutz von Tieren erleichtert wird.

Tiere leiden unter Vernachlässigung und nicht artgerechter Haltung

Donna Walzl, Managerin von Nelson SPCA einer Tierschutzorganisation, sagte laut animalEQUALITY, dass die Änderungen „wunderbar“ seien und dass „es großartig ist, endlich zu sehen, wie sie in die Gesetzgebung eingebracht werden. Es ist fantastisch.“

Sie erklärte weiter, dass „man sehen kann, dass Tiere Trennungsängste haben und dass sie Emotionen zeigen. Genauso ist es mit den Tieren, wo wir sehen, das sie vernachlässigt werden und echte, Verstöße gegen den Tierschutz vorliegen. Die Tiere leiden darunter. Man kann es in ihren Augen sehen.“

Die SPCA Auckland (die neuseeländische Sektion von SPCA) sagte, dass eine Erklärung der Empfindungsfähigkeit bei Tieren unbedingt erforderlich war, da,„die meisten neuseeländischen Gesetze Tiere nicht als Lebewesen, sondern als „Dinge“ und „Gegenstände“ behandeln.

Das Gesetz hat Auswirkungen auf die Rechtssprechung

Diese Gesetzesänderung hatte auch Auswirkungen auf die Rechtssprechung in Neuseeland  und Fällen von Missbrauch und Vernachlässigung von Tieren wurde vor Gericht mehr Gewicht verliehen. Dadurch wurde eine abschreckende Wirkung erzielt auf Menschen die Tiere schlecht behandeln.

Mit dem Gesetz war auch die Einführung einer Sanktionsregelung verbunden, um wirksamer als bisher auf tierschutzrechtliche Straftaten mit niedrigem bis mittlerem Niveau zu reagieren. Außerdem haben Tierschutzinspektoren jetzt die Möglichkeit unter anderem Konformitätsbescheide auzusstellen. Damit kann beispielsweise Tierhaltern bescheinigt werden, dass ihre Tiere artgerecht gehalten werden.

„Die Erwartungen an das Wohlergehen der Tiere haben sich rasch gewandelt. Das Gesetz bringt die Gesetzgebung in Einklang mit der sich ändernden Einstellung unserer Nation zum Status der Tiere in der Gesellschaft“, sagte der Präsident der New Zealand Veterinary Association, Dr. Steve Merchant, animalEQUALITY gegenüber.

Der Gesetzesentwurf dazu wurde im Mai 2013 vom Primary Industries Minister (Minister für Tierschutz, Landwirtschaft und Forste) Nathan Guy, in das Parlament eingebracht.

Lesen Sie hier den verabschiedeten Gesetzesentwurf „Animal Welfare Amendment Bill“.

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