Stephen Hawking: „Die Erde wird zum Feuerball“ – Umsiedlung auf Proxima b möglich?

Professor Stephen Hawking warnte davor, dass die Menschheit die Erde zerstören und binnen 600 Jahren in einen Feuerball verwandeln wird. Das Projekt „Breakthrough Starshot“ will das Sternensystem Alpha Centauri mit Forschungs-Sonden innerhalb der nächsten 20-25 Jahren erreichen und erforschen.

Der berühmte Physiker glaubt, dass die Bevölkerungszunahme und der steigende Energiebedarf irgendwann zur Katastrophe führen werden. Die Menschheit sollte anfangen Zuflucht bei den Sternen zu suchen um zu überleben.

Das derzeit am besten geeignet erscheinende Sonnensystem ist Alpha Centauri, das uns auch am nächsten liegt, sagte er zu Dailymail
Hawking forderte, beim diesjährigen Tencent Web Summit potenzielle Sponsoren auf, das Projekt „Breakthrough Starshot“ zu unterstützen, das eines Tages zu bemannten Flügen in das Weltall führen könnte.

Der britische Astrophysiker unterstützt seit mehr als einem Jahr dieses Projekt. Breakthrough Starshot, zu deutsch „Durchbruch Sternenschuss“, verfolgt das Ziel Miniraumsonden zu Forschungszwecken zu entwickeln.

Extreme Geschwindigkeit

Das revolutionäre an diesen Sonden ist die Geschwindigkeit von 60.000km/s (ein fünftel der Lichtgeschwindigkeit) mit der sie ihre Ziele erreichen sollen. Als Antrieb soll deshalb kein eigenes Strahltriebwerk, sondern ein Lichtsegel verwendet werden. Dieser passive Photonenantrieb wird, nachdem die Sonden im All ausgesetzt wurden, durch einen extrem fokussierten Laserstrahl ca. 10 Minuten lang mit Energie versorgt. Die Realisierbarkeit dieses Antriebs wurde schon in den 1970er Jahren erstmals gezeigt.

Bei 20% der Lichtgeschwindigkeit könnten die Sonden das Alpha-Centauri-System in etwas mehr als 20 Jahren erreichen. Ein normales Raumschiff würde für die Strecke von 4,4 Lichtjahren etwa 30.000 Jahre brauchen.

Erste Sonden erfolgreich in der Erdumlaufbahn

Um solch hohe Geschwindigkeiten erreichen zu können müssen die Sonden natürlich sehr leicht sein. Die Sonden und ihre Sensoren, Batterien und die Funkanlage sollen deshalb als Ein-Chipcomputer realisiert werden.

Hinzu kommt noch das Material zur Abschirmung der kosmischen Strahlung. Die ersten Prototypen, mit einer Platine in der Größe einer Briefnarke, wurden schon an Bord von Satelliten in den Erdorbit geschossen und funktionieren wie erwartet.

Tausende Sonden auf dem Weg zu unserem Nachbarsystem

Warum so viele Sonden?

Um erfolgreich zu sein reicht es nicht eine einzelne Sonde zu schicken. Es müssen schon mehrere hundert wenn nicht tausende Sonden sein, denn:

  • Das Weltall ist zwar unvorstellbar leer, aber eine Sonde muss nur auf ein kleines kosmisches Teil treffen um zerstört zu werden. Die kinetische Energie würde, selbst wenn die ganze Sonde nur 10 Gramm wöge, 18 Billionen Joule betragen. Zum Vergleich: Ein Auto von 1000kg müsste 683 000 km/h fahren um diese Energie zu erreichen.
  • Asteroiden, Meteore oder andere Objekte die auf dem Weg der Sonden liegen könnten die Sonden durch ihre Anziehungskraft von der vorgesehenen Flugbahn ablenken.
  • Planeten sind, selbst in dieser Nähe zu unserem Sonnensystem, per Teleskop schwer zu entdecken. Um weitere interessante Objekte zu finden muss deswegen ein riesiges Raumgebiet erkundet werden.

Warum das Alpha Centauri System?

Am 24. August 2016 wurde, durch die Forscher der Londoner Queen Mary Universität, die Entdeckung eines erdähnlichen Planeten in der habitablen (bewohnbaren) Zone des Sterns Proxima Centauri verkündet.

Ein anderer möglicher Kandidat wäre der Planet Ross 128 b, der vor Kurzem vom Planetenjägerinstrument „Harps“ der Europäische Südsternwarte (ESO) in Chile gefunden wurde.

Erste Hinweise auf den Planeten, Proxima b, wurden schon 2013 gefunden und durch die Spektrographen der Europäischen Südsternwarte, in Chile, bestätigt.

Diese Entdeckung, im nächstgelegenen Sonnensystem, stößt erstmals die Tür zu einem in absehbarer Zeit erreichbaren Planeten in Erdnähe auf, wenn die Entwicklung des interstellaren Lichtsegelsystems gelingt. Hier ist noch viel Entwicklungsbedarf, denn um den Antriebslaser über Millionen von Kilometern genau fokussieren zu können sind extrem präzise Linsen erforderlich. Der Laserstrahl darf nicht durch Staub oder atmosphärische Störungen beeinträchtigt werden. Deshalb werden die Fokussierlinsen wohl im Weltraum installiert werden müssen.

Laut Hawking lohnt sich jeder Aufwand dafür: „Unsere Tage auf der Erde sind gezählt wenn wir den ‚Punkt ohne Wiederkehr‘ überschritten haben.“

Quelle: Grave advertencia de Stephen Hawking: “La Tierra se convertirá en una bola de fuego”

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