Wettlauf gegen die Zeit – Forschern gelingt digitale Konservierung von Saurierspuren

Ein Team aus Wissenschaftler erstellt mit Hilfe von LiDAR eine digitale Karte der 2011 entdeckten Saurierspuren bei Nashville (USA). Ihre Ergebnisse liefern einen interessanten Einblick in die Zeit der Dinosaurier.

2011 entdeckten man die Spuren der Theropoden in einem Gipssteinbruch in der Nähe von Nashville, Ark. Doch von ihnen ist heute nichts mehr übrig, da sie durch den Gipsabbau vollkommen zerstört wurden.

Dank hochauflösenden digitalen Scans, die nach der Entdeckung der Spuren aufgenommen wurden, konnten sie zumindest digital konserviert werden. Die Aufnahmen wurden nun von einem Team aus Forschern untersucht.

Ihr Ziel war es, die Spuren dem Acrocanthosaurus, einem fleischfressenden Dinosaurier, zuzuschreiben. Von ihm wurden bereits in früherer Zeit Spuren entdeckt, unweit von der 2011 entdeckten Fundstelle. Somit könnte die bekannte Reichweite von Acrocanthosaurus 56 Meilen östlich, bis zum westlichen Ufer eines alten Binnenmeeres erweitert werden.

„Es bestätigte sich tatsächlich, dass Acrocanthosaurus die Hauptgattung der großen Theropoden in Nordamerika war“, sagte Celina Suarez, eine Assistenzprofessorin in der Abteilung für Geowissenschaften. Sie war Mitglied des Teams, dass die Spuren dokumentierte und studierte. „Es wurden jetzt in Wyoming, Utah, Oklahoma, Arkansas und Maryland Spuren des Sauriers gefunden, eine riesige Auswahl.“

Die Forscher veröffentlichten die Ergebnisse der Studie kürzlich in der Zeitschrift PLOS ONE. Zudem erstellten sie eine detaillierte, öffentlich zugängliche Online-Karte der Fußabdrücke.

Erhaltung der Saurierspuren – Ein Wettlauf gegen die Zeit

Nachdem die Spuren entdeckt worden waren, erhielten die Forscher von der National Science Foundation und weiteren Organisationen Zuschüsse von insgesamt 30.000 US-Dollar, um die Fundstelle schnell zu dokumentieren. Die Betreiber des Gipssteinbruchs gaben den Forschern ein Zeitfenster von zwei Wochen, um den Fund zu dokumentieren.

Die Forscher verwendeten dabei LiDAR, weil traditionelle Methoden zu lange gedauert hätten, sagte Suarez. „Aus technischer Sicht ist es wichtig, dass Paläontologen die Möglichkeit haben, einen so großen Bereich schnell zu scannen. Das war für dieses Projekt von unschätzbarem Wert, da wir so wenig Zeit zum Arbeiten hatten.“

Unter den Abdrücken befanden sich zwei unterschiedlich große Acrocanthosaurus-Spuren. Dies deutet darauf hin, dass sowohl erwachsene als auch jüngere Tiere vor etwa 100 Millionen Jahren, in der Kreidezeit, das Gebiet bevölkerten. Außerdem enthielt sie Abdrücke von Sauropoden, langhalsigen pflanzenfressenden Dinosauriern.

LiDAR funktioniert ähnlich wie Radar, allerdings mit Laserstrahlen statt Radarwellen. Diese treffen auf den Boden, werden reflektiert und vom Messgerät wieder eingefangen. Aus der Dauer zwischen Aussenden und Wiederauffangen können später exakte Modelle erstellt werden. Um die gesamte Fläche in der kurzen Zeit zu scannen, wurde die Ausrüstung an einem Hebebühne über der Fundstelle montiert.

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