Wikinger-Schwert in Norwegen entdeckt – Wo ist der Rest des Kriegers?

Das Schwert besticht durch seine sensationelle Erhaltung und wird auf 850 bis 950 v. Chr. datiert. Doch nirgends in seiner Umgebung gibt es Hinweise auf seinen Besitzer ...

Im September dieses Jahres entdeckte Rentierjäger Einar Åmbakk in den Bergen Opplands ein perfekt erhaltenes Wikinger-Schwert. Er fand das Schwert während der Rentierjagd auf der er und seine Männer waren.

Begeistert von seiner Entdeckung schoss Einar Bilder mit seinem Sensationsfund in der Hand. „Die Bilder zu den News waren einfach umwerfend. Einer von ihnen zeigte einen Jäger, der ein äußerst gut erhaltenes Wikinger-Schwert hielt“, beschreibt Archäologe

„Unser Verstand raste, aber der erste Gedanke war, dass wir den Fundort so schnell wie möglich inspizieren mussten. Die Frage war, ob es sich um einen isolierten Fund handelte, oder ob es hier mehr Artefakte geben könnte“, schreibt besuchten sie den Fundort.

Die Rentierjäger hatten bei ihrer Entdeckung keine GPS-Position aufgenommen. Glücklicherweise konnten die genauen Koordinaten über die in den Fotos gespeicherten geographischen Daten abgerufen werden. „Dies war sehr wichtig, da es erfahrungsgemäß sonst schwierig gewesen wäre, den Fundort in einem Gelände mit wenigen Landmarken exakt zu verlegen“, erklärte . Mit einem GPS-Gerät konnte schließlich der Fundort gefunden werden.

Ein ungewöhnlicher Fundort

Der Fundort befindet sich in einem schuttbedeckten Gebiet auf 1640 m über dem Meeresspiegel. Die Forscher fanden hier Spuren von Permafrostbewegungen.

Einar habe das Schwert gefunden, als es mit dem Griff zwischen den Steinen lag. Dabei ragte die Hälfte der Klinge aus den umliegenden Steinen heraus. Er hatte das Blatt gesehen und zog es heraus. Erst dann begriff er, dass er ein Schwert gefunden hatte.

„Es scheint unwahrscheinlich, dass das Schwert durch Permafrostbewegungen von Steinen an der Oberfläche wieder aufgetaucht ist. Dafür ist es ohne jegliche Kratzer und Verbiegungen zu gut erhalten“ so der Archäologe.

Die Wissenschaftler vermuten, dass sich das Schwert noch in seiner ursprünglichen Position befand. Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Waffe zwischen den Steinen etwas nach unten gerutscht ist.

Der Fundort wurde sowohl visuell als auch mithilfe eines Metalldetektors genauestens untersucht. Die Erkundung, die im Umkreis von 20 m vom Fundort durchgeführt wurde, ergab jedoch keine weiteren Ergebnisse. Das Schwert ist also ein Einzelfund.

Das Schwert besticht durch seine unglaubliche Erhaltung

Aufgrund der Witterungseinflüsse ist fast ein Wunder, dass das Schwert mehr als tausend Jahre auf der Oberfläche überlebt hat. Auch vereinzelte Funde gut erhaltener eiserner Pfeilspitzen sind aus dem Hochgebirge bekannt. Einige dieser Artefakte sind sogar noch älter als das Schwert.

„Die Konservierung ist vermutlich auf eine Kombination aus der Qualität des Eisens, der Höhenlage und den meist kalten Bedingungen zurückzuführen. Die Fundstelle ist fast das ganze Jahr über zugefroren und mit Schnee bedeckt“, erklärt .

Die Forscher vermuten, dass der Schwertgriff aus Knochen, Holz oder Leder über den Griff bestand. Die Materialien sind organisch und haben sich somit nicht erhalten.

Wie gelangte das Schwert an seinen heutigen Fundort?

Eine Antwort auf die Frage ist schwierig zu finden. Es gab keine weiteren Funde in der Nähe, die sich mit dem Schwert in Verbindung bringen lassen. Zudem gibt keine Anzeichen für eine Beerdigung oder dass es sich um eine Art Opfer handelt.

Ebenso erscheint es als unwahrscheinlich, dass das Schwert einfach verloren ging, oder aus irgendeinem Grund zurückgelassen und später nicht wieder geborgen wurde. Welcher Wikinger hätte sein wertvollstes Gut zurückgelassen?

Der unebene, mit Geröll bewachsene Fundplatz ist kein Ort, an dem man auf Reisen durch die Gegend laufen würde. In der näheren Umgebung gibt viel besseres Terrain.

„Dies könnte darauf hindeuten, dass die Person, die das Schwert hinter sich gelassen hat, vielleicht in einen Schneesturm gekommen ist. Sicher ist nur, dass das Schwert einem Wikinger gehörte, der möglicherweise auf dem Berg starb“ sagt . Jedoch erscheint dies ebenso als unwahrscheinlich. Wieso reiste er dann nur mit seinem Schwert durch die hohen Berge?

Die Frage nach dem „wie“ bleibt demnach vorerst ungeklärt.

Die Forscher hoffen den Besitzer des Schwertes ein paar Hundert Meter weiter östlich zu finden. Genau da, wo es Eisflächen gibt. „Dann hätten wir unseren ersten norwegischen Ötzi bekommen“, sagte .

Seine Überreste sind verschwunden, und nur das Schwert zeugt von der Existenz eines Wikingers hier vor mehr als tausend Jahren abspielte.

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