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50 Jahre Mauerbau Geschichte der Berliner Mauer

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11.08.2011

Besucher schauen an der Gedenkstätte, Bernauer Straße durch Schlitze in der Mauer. Foto: Maja Hitij/dapd Photo
Besucher schauen an der Gedenkstätte, Bernauer Straße durch Schlitze in der Mauer.

Foto: Maja Hitij/dapd Photo

Berlin – Rund 2,7 Millionen Menschen verließen zwischen 1949 und 1961 die DDR und Ost-Berlin. Vor allem junge Leute kehrten dem Arbeiter- und Bauernstaat den Rücken. Die DDR stand kurz vor dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenbruch und entschloss sich nach Rückversicherung beim Warschauer Pakt, ihr Staatsgebiet abzuriegeln.

Die Nachrichtenagentur dapd dokumentiert in einer Chronologie die wichtigsten historischen Ereignisse:

- Die Kapitulation Hitler-Deutschlands tritt am 8. Mai 1945 in Kraft. Berlin wird in vier Sektoren aufgeteilt.

- 24. Juni 1948: Wenige Tage nach der Währungsreform beginnt die Berlin-Blockade durch sowjetische Truppen, die bis zum 12. Mai 1949 andauert.

- 24 Mai 1949: Gründung der Bundesrepublik Deutschland.

- 7. Oktober 1949: Gründung der Deutschen Demokratischen Republik.

- 16./17. Juni 1953: Volksaufstand in der DDR.

- 11. Dezember 1957: Das Verlassen der DDR ohne Erlaubnis wird verboten. Die "Republikflucht" wird mit bis zu drei Jahren Haft bestraft.

- Unter dem Druck von Zwangsmaßnahmen wie der Zwangskollektivierung in der DDR flüchten 1960 nahezu 200.000 DDR-Bewohner über die offene Sektorengrenze nach West-Berlin.

- 15. Juni 1961: Der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht erklärt: "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten."

- Im Sommer 1961 gibt der sowjetische Parteichef Nikita Chruschtschow dem Drängen Ulbrichts nach, den Westteil Berlins abriegeln zu lassen.

- In der Nacht vom 12. zum 13. August gibt Walter Ulbricht als SED-Partei- und Regierungschef der DDR den Befehl zur Abriegelung der Sektorengrenze in Berlin.

- In den frühen Morgenstunden des 13. August 1961 werden an der Grenze des sowjetischen Sektors zu West-Berlin provisorische Absperrungen errichtet. Sie werden später durch eine Mauer aus Betonplatten und Hohlblocksteinen ersetzt.

- 17. August 1961: Proteste der Westmächte gegen die Sperrmaßnahmen.

- 25. bis 28. Oktober 1961: Bei der sogenannten Panzerkonfrontation am Checkpoint Charlie stehen sich alliierte und sowjetische Panzer 16 Stunden lang gegenüber.

- Oktober 1962: Erneute Konfrontation der Supermächte während der Kuba-Krise wegen der Stationierung von Mittelstreckenraketen.

- 26. Juni 1963: Präsident J. F. Kennedy besucht West-Berlin und sagt: "Ich bin ein Berliner."

- 3. September 1971: Unterzeichnung des Viermächte-Abkommen über Berlin. Erstmals seit 1945 garantiert die Sowjetunion darin den ungehinderten Transitverkehr zwischen der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin.

- 21. Dezember 1972: Der "Vertrag über die Grundlagen der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik" wird in Ost-Berlin unterzeichnet.

- 9. November 1989: Die Berliner Mauer fällt.

 

(dapd)

 

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