Berlin – Ein großes Geschichtsforum in neuartiger Form soll im Jubiläumsjahr „Deutschland 2009“ an Wende und Wiedervereinigung erinnern. Für die dreitägige Veranstaltung im Frühsommer 2009 in Berlin versprach die Kulturstiftung des Bundes am Mittwoch „eine bisher einmalige Mischung“ aus Fachkongress und öffentlichem Geschichts- und Kulturfest zum 20. Jubiläum der friedlichen Revolution in Deutschland und Osteuropa. Das internationale Forum „Aufbruch 1989“ ist eines von mehreren Großprojekten, die die Kulturstiftung künftig mit Millionensummen fördert.
Unter Vorsitz von Kulturstaatsminister Bernd Neumann beschloss der Stiftungsrat, insgesamt 10,85 Millionen Euro für große Vorhaben zur Verfügung zu stellen. Dazu zählen anlässlich des Jubiläumsjahrs 2009 neben dem Geschichtsforum auch eine Filmretrospektive „Vorahnung der Wende?“ sowie als akustisches „Gesamtkunstwerk“ zu sechs Jahrzehnten deutscher Geschichte eine Hörbuch-Edition unter dem Titel „Deutschland – eine Wiedererfindung“. Für die drei Projekte gibt die Kulturstiftung 1,64 Millionen Euro dazu.
Der Prager Frühling 1968 und die Entwicklung bis zum Mauerfall zwei Jahrzehnte später ist ein Schwerpunkt des Programms Deutsch-Tschechische Kulturbegegnungen, das mit drei Millionen Euro gefördert wird. Außerdem wird die Theaterförderung ausgeweitet: Bis zu fünf Millionen Euro fließen in einen Fonds für internationale Theaterpartnerschaften, der Austausch und Gastspiele fördern soll. Der „Heimspiel“-Fonds für Stadttheater wird um drei Jahre verlängert und erhält von 2008 bis 2011 jährlich 400.000 Euro.
Darüber hinaus gibt die Kulturstiftung vier Millionen Euro für insgesamt 34 Einzelvorhaben wie beispielsweise die kulturhistorische Ausstellung „Die 68-er – Kurzer Sommer, lange Wirkung“ im Historischen Museum Frankfurt am Main. (AP)
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