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Hoffnung zerschlagen Gespräche zwischen Nord- und Südkorea vorerst gescheitert

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09.02.2011

Vertreter der nordkoreanischen Streitkräfte verließen die ersten offiziellen Verhandlungen seit Monaten, nachdem beide Seiten sich nicht auf eine Agenda für weitere Gespräche einigen konnten. Foto: Defense Ministry/AP Photo
Vertreter der nordkoreanischen Streitkräfte verließen die ersten offiziellen Verhandlungen seit Monaten, nachdem beide Seiten sich nicht auf eine Agenda für weitere Gespräche einigen konnten.

Foto: Defense Ministry/AP Photo

Seoul – In Korea haben sich nach dem abrupten Abbruch bilateraler Gespräche durch Nordkorea am Mittwoch die Hoffnungen auf eine baldige Annäherung mit dem Süden zerschlagen. Vertreter der nordkoreanischen Streitkräfte verließen die ersten offiziellen Verhandlungen seit Monaten, nachdem beide Seiten sich nicht auf eine Agenda für weitere Gespräche einigen konnten.

Südkorea hatte am Mittwoch darauf gedrungen, dass es bei den Treffen hochrangiger Militärvertreter vor allem um zwei Angriffe des Nordens vom vergangenen Jahr gehen solle. Nordkorea forderte, dass es auch um andere militärische Fragen gehen solle, wie das südkoreanische Verteidigungsministerium mitteilte. Ein Datum für ein weiteres Treffen sei nicht vereinbart worden, sagte ein Mitarbeiter des Ministeriums.

Zuvor hatte Pjöngjang dem Vorschlag zugestimmt, dass Vertreter des Roten Kreuzes beider Länder sich zu Gesprächen treffen. Bei dem Treffen am (heutigen) Mittwoch sollten weitere Rahmenbedingungen für die ersten Verteidigungsgespräche auf hochrangiger Ebene seit mehr als drei Jahren festgelegt werden.

Erst im November hatte Nordkorea die südkoreanische Insel Yeonpyeong beschossen

Erst im November vergangenen Jahres hatten die nordkoreanischen Streitkräfte die südkoreanische Insel Yeonpyeong beschossen. Dabei kamen vier Menschen ums Leben. Ausgelöst wurde der Zwischenfall offenbar durch ein südkoreanisches Manöver, durch das sich der Norden provoziert fühlte. Es war der erste Angriff Nordkoreas auf von Zivilisten bewohnte Gebiete seit dem Ende des Korea-Kriegs 1953.

Bereits im März spitzten sich die Spannungen nach dem Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffs "Cheonan" zu, bei dem 46 Seeleute ums Leben kamen. Internationalen Ermittlungen zufolge wurde die "Cheonan" von einem nordkoreanischen Torpedo versenkt. Pjöngjang hat dies zurückgewiesen.

(dapd)

 

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