Klima – Gesucht: Bäume, die dem Klimawandel trotzen – DAPD
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Bäume der Zukunft Gesucht: Bäume, die dem Klimawandel trotzen

DAPD

13.07.2012

Gesucht sind Bäume, die dem Klimawandel standhalten.  Foto: C. Nöhren  / pixelio.de
Gesucht sind Bäume, die dem Klimawandel standhalten.

Foto: C. Nöhren / Pixelio

Hamburg – Deutschlands Baumschulen warnen vor einem "Waldsterben in der Stadt". Ursache für diese Baumprobleme ist nach der Beobachtung von Experten der Klimawandel mit immer extremeren Wetterlagen. "Betroffen sind vor allem traditionelle Arten wie Kastanien, Platanen, Eschen und Ahorn", sagte das Präsidiumsmitglied im Bund Deutscher Baumschulen, Bernhard von Ehren, der Nachrichtenagentur dapd in Hamburg.

Langanhaltende Trockenperioden, starker Regen, schwere Gewitter, Hitzewellen, Hagel sowie Schädlinge hätten dazu geführt, dass verstärkt neue Baumsorten angepflanzt werden müssten. Als "Bäume der Zukunft" seien vor allem die Hainbuche oder der Schnurbaum geeignet, die unempfindlicher gegen Trockenheit und zugleich winterhart seien.

"Unsere Straßenbäume sind im Dauerstress", betonte auch der Naturschutzbund Deutschland NABU. Zu den Klimaproblemen komme die Versiegelung und Komprimierung der Böden und Überdüngung hinzu, sagte Julian Heiermann vom NABU-Bundesverband. Den Bäumen müsse auch an den Wurzeln der nötige Freiraum gegeben werden. Die Kommunen müssten dafür sorgen, dass zur Not auch mit Pollern zu dichtes Parken an den Bäumen verhindert werde. "Wir müssen den Bäumen die Chance zum Atmen geben", sagte Heiermann. "Gerade in warmen Sommernächten, in denen die Stadtbevölkerung besonders leidet, haben Bäume eine Wirkung wie eine Klimaanlage."

Bäume gehen zehn Jahre "zur Schule"

Längst werden in den Baumschulen neue, "klimatolerante" Bäume aufgezogen, die den Wetterveränderungen trotzen. "Regional werden um bis zu 30 Prozent weniger Niederschläge in der Vegetationszeit erwartet", sagt Bernhard von Ehren, der selbst eine der führenden von knapp 3.000 Baumschulen in Deutschland leitet und sich zusammen mit seinen Kollegen ständig mit den Leitern der Gartenbauämter austauscht. Mindestens zehn Jahre oder länger wird ein Baum geschult, bevor er seinen endgültigen Platz finden kann. Im September wird die Auswirkung des Klimawandels auf die Straßenbäume zu den Schwerpunktthemen auf der Internationalen Fachmesse für Urbanes Grün, GaLaBau, in Nürnberg gehören. "Natürlich sind Hainbuche und Schnurbaum dabei", sagte von Ehren.

Hainbuchen aus Mitteleuropa haben unauffällige Blüten und werden fünf bis 15 Meter groß und bis zu acht Meter breit. Schnurbäume, die aus China und Korea stammen, werden bis 20 Meter groß und 15 Meter breit. Sie haben cremeweiße Rispen.   (dapd)

 

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