Verdreht: Von Coca-Cola finanzierte Studie behauptet, dass Diät-Limonade gesünder ist als Wasser!?

Wenn ihr bester Freund ihnen sagen würde, dass das Trinken von Diät-Limonade gesünder ist als Wasser zu trinken, würden sie ihm glauben? Was wäre, wenn dies ein Arzt gesagt hätte?

Laut einer neuen Studie, die im International-Journal-of-Obesity veröffentlicht wurde, kann der Verbrauch von energiearmem Süßstoff helfen, die Kalorienzufuhr zu reduzieren und sogar Gewicht zu verlieren. Obwohl es unvorstellbar erscheint, die von Coca-Cola finanzierte Studie erklärt tatsächlich den Menschen, die möglicherweise mit quälenden Gewichtskämpfen beschäftigt sind, dass sie mehr Diät-Cola kaufen und trinken sollen. Unnötig zu sagen, dass dies nichts anderes ist, als die Wissenschaft in eine Marketing-Kampagne verdreht.

Die Studie hinter den Kulissen

Die Studie wurde im November von Dr. Peter Rogers, einem Professor für biologische Psychologie an der Universität Bristol, veröffentlicht. Zugegeben, es war teilweise von dem International-Life-Sciences-Institute-Europe (ILSI) gefördert, was als unparteiisch genug klingt. Leider kann auch die ILSI nur als weit entfernt von jeglicher wissenschaftlichen Objektivität betrachtet werden.

Der Tisch der Direktoren von ILSI umfasst Ärzte von Nestle, Mars, Pepsi und Coca-Cola, während drei der fünf Vorstands-Beamten ihre Unternehmen vertreten. Dr. Peter Rogers selbst, der leitender Wissenschaftler in der Studie war, ist der Co-Vorsitzende von „ILSI-Ernährungsverhalten“ und der „Einsatzgruppe für Energiebilanz“. Und es kommt noch schlimmer. Jedem Co-Autoren der Studie wurde einzeln um 850 Dollar für dessen Beitrag bezahlt. Die Finanzierung der Studie durch die Industrie wurde ebenfalls verdeckt über die Universität abgewickelt.

Ungeachtet davon, steht die Universität zu ihrer Forschung

Es scheint, dass die Studie im Hinblick, um auf seine Schlussfolgerung zu gelangen, mehr als 5.500 Papiere überprüfte. Fast keines von diesen Papieren zog einen Vergleich zwischen Wasser und Diät-Cola, so konzentrierten sich die Forscher auf nur drei Papiere. Von diesen drei, begünstigten zwei weder Wasser noch Diät-Cola in Bezug auf einen Gewichtsverlust. Die dritte, die von der American-Beverage-Association veröffentlicht und für einen offensichtlichen Interessenkonflikt kritisiert wurde, behauptet, dass Limonaden Menschen geholfen haben, Gewicht zu verlieren.

Irgendwie führte dieser kaum als wissenschaftlich zu bezeichnende Prozess zu dem Schluss, dass „[a]llgemein, das Gleichgewicht der Beweise aufzeigt, dass die Nutzung von LES (energiearmer Süßstoff) anstelle von Zucker, bei Kindern und Erwachsenen, zu einem reduzierten EI (Energieaufnahme) und BW (Körpergewicht) führt und möglicherweise auch, wenn es mit Wasser verglichen wird." Es ist offensichtlich, dass diese Studie in direktem Widerspruch mit bisheriger Forschung steht, die eine Verbindung zwischen Diät-Cola und Gewichtszunahme zeigt.

Allerdings fühlt sich die University-of-Bristol zuversichtlich über das Papier, dass sie produziert hat. Ihnen zufolge ist das International-Journal-of-Obesity ein streng geprüftes Journal, was bedeutet, dass das Papier, das sie veröffentlichten "von anderen Wissenschaftlern geprüft“ wurde. Aber es waren "Wissenschaftler", die angefangen hatten, diese unsinnige Behauptungen zu machen. Glauben wir wirklich, dass die Gutachter weniger parteiisch waren, als die Autoren?

Dass Diät-Limonaden genau den gegenteiligen Effekt haben können, zeigt unter anderem eine Langzeitstudie, die von der American Diabetes Association in San Diego präsentiert wurde. Studienteilnehmer, die zwei oder mehr Limonaden pro Tag tranken, hatten Steigerungen des Taillenumfang erlebt, die sechs Mal größer waren als von Teilnehmern, die keine Diät-Cola tranken, sagten Forscher von der University of Texas in San Antonio. 

"Was wir sahen, war, dass je mehr Diät-Limonade eine Person trinkt, umso mehr Gewicht wird sie wahrscheinlich dazu gewinnen," sagte der Epidemiologe Sharon Fowler von der University of Texas. 

Die Studie basiert auf Daten eines größeren, laufenden Forschungsprojekts mit 474 Teilnehmern, die „San-Antonio-Longitudinal-Study-of-Aging“ genannt wird. In dieser Studie wurden die Teilnehmer seit fast 10 Jahren beobachtet.

Es passiert ständig

Leider ist dies nicht das erste (und wahrscheinlich nicht das letzte) Mal, dass die Wissenschaft für Marketing-Zwecke verdreht wurde. Erst im vergangenen Jahr wurde die University-of-Colorado gezwungen 1.000.000 Dollar an Coca-Cola zurückzubezahlen. Obwohl das Geld angeblich zur Finanzierung einer Gruppe gespendet wurde, welche die Förderung von Ernährung und Bewegung empfiehlt, anstatt dem Verzehr von zuckerhaltigen Getränken; E-Mail-Leaks hat deutlich gezeigt, dass es die Absicht von Coca-Cola war, diese Gruppe als Marionette gegen radikale Gegenorganisationen zu verwenden.

Seit 2010 hat Coca-Cola um die 120.000.000 Dollar für akademische Forschung und Gruppen gespendet, die sich der Bekämpfung von Fettleibigkeit gewidmet haben. Können wir jetzt irgend etwas vertrauen, was aus diesen Partnerschaften resultiert? Und am wichtigsten ist, können wir überhaupt wissen, ob eine Studie gewinnorientiert betrieben wurde oder wissenschaftlich ist?

(NaturalNews/mh)