Forschung belegt: Cannabinoide sind natürliche Bestandteile der Muttermilch

Eine neue Studie liefert nun Erkenntnisse, dass natürliche Cannabinoid-Rezeptoren in unserem Körper vorhanden sind, insbesondere in der Muttermilch.

In diesem Beitrag geht es darum, ob Muttermilch Botenstoffe enthält, die auch in Cannabis zu finden sind. Diese Erkenntnis wird natürlich das Feuer der hitzigen Diskussion weiter entfachen, ob Cannabis tatsächlich so schädlich ist, wie viele annehmen. Denn das Thema Cannabis bleibt in der Medizin umstritten und wird auch von der Politik insgesamt als Therapieform nicht wirklich anerkannt und erlaubt. Es gibt mittlerweile Ausnahmen wie bei bestimmten Krebstherapien, aber die Entwicklung steckt noch in den Kinderschuhen. Ein passendes Wort für den Übergang in die neuesten Erkenntnisse.

Eine neue Studie liefert Daten, dass natürliche Cannabinoid-Rezeptoren in unserem Körper vorhanden sind und zwar insbesondere in der Muttermilch. Das bedeutet schlichtweg, dass Babys für eine gesunde Entwicklung diese Cannabinoid-Rezeptoren brauchen. Unsere Körper besitzen Proteine, bekannt als Cannabinoid-Rezeptoren, die speziell entwickelt sind, um unser Immunsystem zu stärken und zu schützen. Wenn Zellmembranen von Cannabinoiden aktiviert werden, bieten sie Schutz gegen Viren, Bakterien, Krebs und vielem mehr.

Menschliche Muttermilch ist eine Quelle von Endocannabinoiden, so die neueste Erkenntnis. Diese Verbindungen wirken als Neuromodulatoren, die den Saugprozess stimulieren, indem sie die Muskulatur des Oral-Motors aktivieren, was Kinder beim Essensprozess unterstützt. Ohne diesen Reflex würden Neugeborenen vielleicht nicht saugen wollen oder vielleicht nicht wissen, wie es geht. Das bedeutet, dass diese Rezeptoren ein Überleben sichern. Hier wird sich natürlich auch wieder die Diskussion entfachen, welchen Mangel an Botenstoffen nicht-gestillte Kinder aufweisen. Besteht hier zum Beispiel die Gefahr später drogensüchtig zu werden, weil ein Mangel vorherrscht. Eine interessante Sichtweise auf die Gefährdung von Suchtverhalten.

Cannabis als Immunstärker?

Der Körper hat zwei Arten von Cannabinoid-Rezeptoren. CB1 existiert im Gehirn. CB2 ist sowohl im Immunsystem vorhanden, als auch im Rest des Körpers. Beide Rezeptoren reagieren auf Cannabinoide, die sich in der Muttermilch befinden oder aus dem konsumierten Marihuana gewonnen werden können. Unsere Körper, so die Experten, wurden für diese nahrhaften Substanzen gebaut, die alles, vom Nervensystem bis zum Immunsystem, schützen.

Endocannabinoide wurden in der Muttermilch entdeckt, aber die CB1-Rezeptoren sind schwierig für eine Extraktion. Das heißt, es ist kaum möglich sie von ihrem Ursprung zu subtrahieren um sie als mögliche Form von Heilmittel zu nutzen. Das europäische „Journal of Pharmakologie“ hatte bereits 2004 eine Studie über Endocannabinoiden-Rezeptoren veröffentlicht. Daraus folgt: „Die medizinischen Implikationen dieser neuartigen Entwicklungen sind weitreichend und deuten auf eine vielversprechende Zukunft für Cannabinoide in der pädiatrischen Medizin hin. Das betrifft die endokrinen Organe wie die Schilddrüse, die Nebenschilddrüse und Nebenniere.“

Konkret gesagt: Man kann dieses Botenstoffe aber auch aus Hanfsamen gewinnen oder aus der Cannabispflanze selbst.

In einer weiteren Studie über Endocannabinoide wurden auch Erfolge in der Alkoholsuchtbekämpfung erzielt. Sie haben die Fähigkeit den richtigen Energiestoffwechsel zu fördern und den Appetit zu regulieren. Sie können auch metabolische Störungen und Multiple Sklerose lindern und die Vorteile hören nicht auf. Dieses natürliche Produkt würde die Einnahmen von schweren Medikamenten ersetzen, die mit starken Nebenwirkungen einhergehen.

Tausende von veröffentlichten Studien beweisen die Nützlichkeit und die Sicherheit von Cannabinoiden als gesundheitsfördernder Nährstoff. Sie haben die Macht Krankheiten zu verhindern und ihr Potential scheint grenzenlos zu sein. Mit dem Entstehen neuer Märkte im Gesundheitsbereich und den ganzen damit verbundenen Studien zur Qualität eines Produktes und seiner Effektivität hin, wird es eine Erneuerung zum Thema Cannabis in der Politik geben müssen. Man kann diese Studien nicht mehr geheim halten.

Zum Glück gibt es immer mehr Wissenschaftler mit eigenständigen zertifizierten Laboren, die ihre Möglichkeiten haben, Hanf-Extrakte auf ihre möglichen Heilqualitäten hin zu überprüfen.

Quellen:

Cannabinoids, like those found in marijuana, occur naturally in human breast milk