Gefälschte Arzneimittel-Studien! – Gefährlich! Kann Trump Big Pharma „ausmisten“?

Jetzt kam heraus, dass viele große Pharmaunternehmen sich „freikaufen“, um ihre Produkte mit allen Mitteln verkaufen zu können. Besonders in den USA wird diese Vorgehensweise von gefälschten Studien im ganz großen Stile vollzogen. Wird Trump den Sumpf wie versprochen trockenlegen können?

Ablassbriefe waren für gläubige Katholiken ganz praktisch. Wer genügend Geld besaß, konnte sich mit so einem Ablassbrief von seinen Sünden freikaufen. Und schon war – nach Aussage der Kirche – alles wieder positiv und und im Angesicht Gottes war man frei von Schuld. Einer der Anlässe für Luthers reformatorischen Eifer.

Nun kam heraus, dass viele große Pharmaunternehmen sich ähnlich „freikaufen“, um ihre Produkte mit allen Mitteln verkaufen zu können. Besonders in den USA wird diese Vorgehensweise von gefälschten Studien im ganz großen Stile vollzogen.

Die Pharmaunternehmen kaufen positive Forschungsergebnisse auf, so die schockierende BMJ-Studie (British Medical Journal) vom Januar 2017 aus den USA. Da stellt sich natürlich die Frage, inwieweit Medikamente tatsächlich nicht gesundheitsschädigend sind. Hier von „schuldfrei“ zu sprechen, wäre ein Hohn!

BIG PHARMA – ein korrupter Sumpf

Nun können die Auswirkungen der Trump Reformen, was die Gesundheitspolitik betrifft, drastische Dimensionen bekommen. Zu sagen, dass Big Pharma korrupt ist, wäre angesichts dieser Erkenntnisse eine Untertreibung, vor allem nach einer erschütternden neuen Studie, die das British Medical Journal veröffentlichte. Arzneimittelhersteller kaufen positive Versuchsergebnisse, überstülpen diese ihren Produkten, so dass es einfacher, billiger und schneller ist, neue Medikamente genehmigt zu bekommen. Die wahren Ergebnisse dieser Medikamententests werden dann nie veröffentlicht!

Für ihre Studie, die im BMJ veröffentlicht wurde, analysierten Forscher die Ergebnisse von 195 Medikamentenversuchen, die im Jahr 2013 angemeldet wurden. Unter der Leitung von Experten der University of California-San Francisco, entdeckte das Forschungsteam, dass in mehr als der Hälfte der klinischen Studien, immerhin über 58 Prozent, die führenden Wissenschaftler in der Studie mindestens ein gewisses Maß an finanziellen Bindungen an das Unternehmen aufwiesen, das die Medikamente prüfen sollte.

Eine Hand wäscht die andere

Zu den „Deals“ gehörten Direktzahlungen an Forscher, zusätzliche Honorare, bezahlte Reisekosten, Aktienbesitz und Zahlungen für sogenannte „beratende“ Tätigkeiten.

In einem begleitenden Editorial mit dem Titel „The Bindies Binding“, was mit „unlautere Geschäftsbeziehung, übersetzt werden kann, stellte das BMJ fest:

„Wesentliche Beweise zeigen, dass das Sponsoring oder die Finanzierung von Prüfungen der Medikamente und Geräten von Unternehmen, die das Medikament oder Gerät selbst produzieren, dann ihre Ergebnisse in Publikationen veröffentlichen, die dazu neigen, das Produkt des Sponsors als positiv zu deklarieren. Damit einher gehen dann finanzielle Bindungen, wie z. B. unter anderem Reisekosten, Honorare, Bezahlung von Beratungsleistungen oder Aktienbesitz, zwischen dem kommerziellen Unternehmen und den Autoren der Rezensionen, Metaanalysen, Leitartikeln und Briefen. Sie sind auch mit für den Sponsor günstigen Schlussfolgerungen verbunden.“

Für Insider ist diese Form der betrügerischen Art und Weise mit klinischen Studien seit langem bekannt, so Dr. Marcia Angell, ein Arzt und langjähriger Chefredakteur des New England Medical Journal.

„Es ist einfach nicht mehr möglich, die Berichte von der veröffentlichten klinischen Forschung zu glauben, geschweige sich auf das Urteil von vertrauenswürdigen Ärzten oder maßgeblichen medizinischen Leitlinien zu verlassen. Ich habe kein Vergnügen an dieser Schlussfolgerung, die ich langsam und widerwillig über meine zwei Jahrzehnte als Redakteur des New England Journal of Medicine erreicht habe.“

Natural News Gründer und Redakteur Mike Adams, kritisiert diese Fälschungen ebenfalls und weiß, dass diese nur dazu dienen, dass Pharma-Unternehmen ihre fehlerhaften Produkte schneller auf dem Markt platzieren können.

„Es gibt keine Frage, wenn der Großteil der Pharma-Unternehmen seine klinischen Studien finanzieren lässt, ist das ein wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Betrug“, so seine Meinung. „Ein Großteil der Resultate der sogenannten „wissenschaftlichen Beweise“, um die Vergabe von verschreibungspflichtigen Arzneimittelmonopolen zu lenken, ist nichts anderes als pharmazeutische Voodoo und Quacksalbereien.“

In einer separaten Pressemitteilung bestätigen Andreas Lundh von der University of Southern Denmark und Lisa Bero von der University of Sydney genau diese Aussage. Sie verlangen mehr Studien und mehr Transparenz für die klinischen Studien.

„Wir fordern die Autoren auf, ihre Daten zu teilen und nur dann an den von der Industrie geförderten Studien teilzunehmen, wenn Daten öffentlich zugänglich gemacht werden. Weiterhin fordern wir, dass Zeitschriften die Publikationen der Autoren ablehnen, die nicht bereit sind, ihre Daten und Fakten weiterzugeben. Die Rolle der Sponsoren oder der Unternehmen, mit denen die Autoren zusammenhängen, muss auch transparent sein.“

Präsident Trump hat geschworen, die Grube zu reinigen, die die große Pharmaindustrie ausgehoben hat.

„Die Pharmaindustrie hat eine Menge Lobbyisten und eine Menge Macht“, sagte er während seiner ersten Pressekonferenz als Präsident. „Wir sind der größte Medikamentenkäufer in der Welt, und wir werden mit dem Ankauf neuer Medikamente hier in Amerika beginnen. Wir werden beginnen, Milliarden von Dollar zu sparen.“

Was das dann letztendlich für Konsequenzen haben wird, das wird die Geschichte zeigen.

Übersetzt und bearbeitet von Jacqueline Roussety

Mehr Infos auf Englisch: Drug companies “buy” positive research results, reveals shocking BMJ study; the entire body of Big Pharma ‘evidence’ must now be questioned