Fit durch den Winter mit Saunabädern

Saunieren macht Spaß und härtet ab. Regelmäßig betrieben trainiert es unser Gefäßsystem und kann Abwehrkräfte gegen Erkältungen mobilisieren.

Jeder kennt das unangenehme Gefühl des Fröstelns, wenn man zur Winterzeit an einer zugigen Haltestelle auf den Bus warten muss. Vielleicht steht man sogar noch im Schneematsch und eine feuchte Kälte zieht einem so richtig in die Knochen hinein.

Da wünscht man sich nichts sehnlicher, als an einem warmen, wohligen Ort zu sein, an dem die tauben Gliedmaßen wieder auftauen können und sich im Herzen ein Gefühl von Geborgenheit wieder breit machen kann.

Saunabad als Kneippsche Kaltwasseranwendung

Besonders zur Winterzeit können heiße Bäder sehr wohltuend und entspannend wirken. Noch besser aber ist der Effekt, wenn der Körper nach einer wohligen Durchwärmungsphase mit einem kurzen Kältereiz konfrontiert wird. Dies trainiert unser Nervensystem und auch die Blutgefäße.

Es „härtet“ uns im allgemeinen Sinne gegen Kälteeinwirkungen ab. Schon Pfarrer Kneipp hatte vor langer Zeit den kräftigenden Effekt erkannt und für seine Kaltwasseranwendungen genutzt.

Die Praxis des Saunierens, wie wir sie in den letzten Jahrzehnten aus Finnland kennen gelernt haben, beinhaltet das gleich Prinzip: Eine ausreichend  lange Durchwärmungsphase in einer Schwitzhütte, mit abschließend kurzem Kältereiz, welcher durch eine kalte Dusche oder im kalten Tauchbecken oder Schneebad erfolgen kann.

Das Heiß-Kalte Saunabad funktioniert hauptsächlich über die Stimulierung der Haut, welche ein wichtiges Atmungsorgan und gleichzeitig eine Reflexzone für die inneren Organe ist. So wirkt also das Saunabad reflektorisch auf den ganzen Menschen.

Ob der Badende beim kräftigen Schwitzen über die Haut auch entgiftet, oder sogenannte Schlackenstoffe ausscheidet, ist umstritten. Jedenfalls werden Stoffwechselprozesse angeregt und  die Hautporen durch den Schweißabfluß gereinigt.

Abgesehen von der guten Wirkung auf den Körper ist es vor allem auch der gemeinsame Badespaß, der – vielleicht mit Freunden oder Geschäftskollegen vorgenommen -, Freude und Geselligkeit fördert. Ganz wichtig!

Richtig saunieren – Sich nicht überfordern!

Wie schon beschrieben, tun wir gut daran, das Saunabad als Kneippsche Maßnahme zu verstehen, denn Pfarrer Kneipp hatte in jahrzehntelanger Praxis genau beobachtet, wie der menschliche Körper reagiert. Pfarrer Kneipp empfahl zwei Heiß-Kalt Durchgänge zu tätigen, wobei dann der Ablauf eines Saunabades wie folgt durchgeführt werden kann:

1.  Etwa zehn Minuten Hitzereiz (Schwitzhütte) bis der Körper völlig durchwärmt ist, dann zehn Sekunden Kältereiz (kalte Dusche, Tauchbecken), kurze Pause von nicht mehr als fünf Minuten.
2. Nach der kurzen Pause noch einmal einen zweiten Durchgang durchführen: Zehn Minuten Hitzereiz (Schwitzhütte) und zehn Sekunden Kältereiz (kalte Dusche, Tauchbecken).
3. Dann in eine Ruhephase gehen.

Pfarrer Kneipp hatte beobachtet, dass der Körper nach etwa fünfundzwanzig Minuten auf die Kältereize reagiert und dann, mit einer Gefäßweitung, eine starke Durchblutung des Körpers einleitet. Hinein in diese reflektorische Phase sollte man nicht mehr aktiv baden, sondern den Körper in Ruhe walten lassen, die einhergehende Entspannung der Muskulatur in Ruhe entgegen nehmen. „Seele baumeln lassen“ als Losung!

Junge Menschen mit kräftiger Konstitution können der Freude wegen ohne weiteres auch mehrere Gänge machen, da ist der Effekt der Entspannung dann auch nicht im Vordergrund. Zu der Frage wer alles in die Sauna gehen kann, sagte einst der große Ganzheitsarzt Dr. Max Otto Bruker: „Jeder, der in die Sauna gehen kann, kann in die Sauna gehen.“ Bei sensibler Beachtung der eigenen Konstitution sind Saunabäder also für jeden geeignet. Im Falle von stark schwächenden Erkrankungen, oder bei einsetzender Grippe, sollte man den Körper aber nicht zu stark fordern und besser warten bis der Körper wieder zu einer guten Konstitution zurückgekommen ist.

Regelmäßig Raum für eine Auszeit nehmen

Wie in allen Dingen des Lebens macht auch beim Saunabaden die regelmäßige Übung den Meister. Einmal in der Woche packen wir Bademantel und Handtücher ein und ziehen in die nächstgelegene Schwitzhütte ein – dies ist genug und trainiert den Körper ausreichend. So ist es doch, freitags zum Wochenende hin, ideal die Arbeitswoche feierlich und gepflegt ausklingen zu lassen. Egal an welchem Tag: Ein Abend in der Woche Raum für eine Auszeit!

Wer keine eigene Sauna im Keller hat, findet heute fast in allen öffentlichen Bädern eine gute bis luxuriöse technische Ausstattung. Viel Spaß!

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