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Gewalt in Nahost: ZDF-Korrespondenten bleiben vor Ort

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20.11.2012

ZDF-Chefredakteur Peter Frey Foto: dapd/Philipp Guelland
ZDF-Chefredakteur Peter Frey

Foto: dapd/Philipp Guelland

Mainz – Die ZDF-Journalisten im Nahen Osten bleiben trotz der Eskalation der Gewalt vorerst in der Region. "Die Kollegen vor Ort können die Sicherheitslage am besten einschätzen, wir stehen in engem Kontakt", sagte Chefredakteur Peter Frey am Dienstag der Nachrichtenagentur dapd. Wichtigste Maßgabe sei es, das Risiko für die Korrespondenten und deren Teams möglichst zu begrenzen. Israel-Korrespondent Christian Sievers habe sich etwa entschlossen, nicht in den Gazastreifen zu fahren.

Der Konflikt zwischen Israel und der radikalen Palästinenserorganisation Hamas habe eine "neue Dimension" erreicht, betonte Frey. "Sorgen um die Sicherheit des Teams hat man natürlich immer, das wird nie zur Routine." Das ZDF arbeite seit Jahren mit einem festen palästinensischen Kamerateam zusammen, dessen Büro in Gaza-Stadt vor kurzem bei einem Raketenangriff zerstört worden sei, berichtete er.

Hauptberichterstatter für den Sender sind Sievers (Tel Aviv) und Dietmar Ossenberg. Das ZDF hat in diesen Städten eigene Studios. In den vergangenen Tagen sind zwei weitere ZDF-Journalisten zur Verstärkung nach Israel geschickt worden, wie Frey sagte. Einer davon ist ZDF-Reporter Timm Kröger, der am Dienstagabend über "das Leid der Zivilbevölkerung auf beiden Seiten" berichten wollte. Der Sender hat für 20.15 Uhr eine Sondersendung ins Programm genommen. "Das ist der prominenteste Platz, den wir haben, um Flagge zu zeigen", sagte Frey.

In dem 45-minütigen "ZDF spezial: Gewalt in Nahost - Welche Chancen hat der Frieden?" sollte sich Außenminister Guido Westerwelle (FDP), der sich derzeit in der Region aufhält, in einem Schaltgespräch "zu seinen Vermittlungsbemühungen" äußern. Der Sender kündigte zudem weitere Hintergrundberichte und Reportagen an, die die Ursachen für den Konflikt beleuchten und mögliche Chancen für einen Frieden betrachten.

dapd

 

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