Aktuelle Nachrichten – Europa
27.03.2009
Zürich – Die NZZ-Gruppe hat im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang um mehr als die Hälfte hinnehmen müssen. Das Unternehmen sprach dennoch von einem soliden Ergebnis und verwies auf die Folgen der Finanzkrise. Als Nachfolger von Verwaltungsrat Kaspar Villiger wird der ehemalige Gruner+Jahr-Chef Bernd Kundrun vorgeschlagen.
Der Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahr um 51,2 Prozent auf 22,2 Millionen Franken, wie die NZZ-Gruppe am Freitag mitteilte. Der Umsatz ging demgegenüber nur geringfügig zurück, um 2,3 Prozent auf 538,1 Millionen Franken. Stark sinkende Anzeigeeinnahmen in Kombination mit hohen Wertberichtigungen auf dem Wertschriftenvermögen und den Aufwendungen für strategische Projekte seien für den Gewinnrückgang ausschlaggebend.
Mit Ausnahme des Anzeigenverkaufs hätten sich alle Positionen stabil entwickelt, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Ebit-Marge sank 2008 von 7,4 auf 5,0 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 69 auf 72 Prozent. Ende Jahr arbeiteten 1.796 Mitarbeiter für die NZZ Gruppe – 16 mehr als ein Jahr zuvor.
Für das laufende Jahr rechnet die Unternehmensführung mit einem weiteren Gewinnrückgang von 25 Prozent. Den nächsten Aufschwung im Anzeigenmarkt wird nicht vor Mitte 2011 erwartet. Als Nachfolger für den zurücktretenden Verwaltungsrat Kaspar Villiger, der als Verwaltungsratspräsident der UBS kandidiert, wird an der Generalversammlung vom kommenden 18. April Bernd Kundrun, ehemaliger CEO von Gruner + Jahr, vorgeschlagen. (AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Ringier streicht Printausgabe der Wirtschaftszeitung Cash
(17.03.2009)
NZZ baut 24 Stellen ab und gibt sich neue Führungsstruktur
(31.12.2008)
Chefredaktor des „Zürcher Oberländer“ tritt zurück
(06.09.2008)
NZZ holt ersten CEO bei der Konkurrenz
(01.09.2008)
„Walliser Bote“ erhält neuen Chefredaktor
(16.02.2008)
Spione aus dem fernen Osten im Schweizer Teamquartier
(18.06.2006)
NZZ kauft Minderheitsanteil von deutscher Fernsehfirma
(29.05.2006)