Aktuelle Nachrichten – Deutschland
23.07.2006
Würzburg - Eine heftige Gewitterfront hat am Wochenende in Süddeutschland großen Schaden angerichtet. Mehrere Menschen wurden verletzt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Böen knickten Äste ab und stürzten Bäume um, einige Straßenteile standen unter Wasser. Allein in Hambrücken nördlich von Karlsruhe wurden hunderte Häuser beschädigt, als ein kleiner Tornado über die Region zog. Ein 38-jähriger Mann fiel danach bei Aufräumarbeiten vom Dach seines Hauses und kam mit einem offenen Beinbruch ins Krankenhaus.
Im unterfränkischen Karlstein wurde am Samstagabend eine Frau von einem Ast am Kopf getroffen und ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. In Aschaffenburg wurde ein Festzelt weggeweht. Ein 35-Jähriger, der die Plane offensichtlich noch festhalten wollte, wurde dabei am Brustkorb verletzt.
Zwischen Aschaffenburg und Miltenberg prallte ein Regionalzug trotz Notbremsung gegen einen umgestürzten Baum. Die etwa 100 Fahrgäste blieben unverletzt und konnten ihre Reise mit einem Ersatzzug fortsetzen. Im Spessart musste außerdem die Strecke Frankfurt-Würzburg bei Lohr für mehrere Stunden gesperrt werden. Dort ragten etliche Bäume in die Oberleitung, wie die Polizei mitteilte.
Für Schäden sorgten die Gewitter auch in Oberbayern. Mit dem Schrecken kamen Besucher einer Gaststätte in Seefeld bei München davon: Das Gewitter beschädigte dort das Dach so stark, dass der Regen in die Gasträume prasselte. Verletzt wurde niemand. In der Nähe von Seefeld stürzten mehrere Bäume auf eine Straße. Dabei wurden laut Polizei in einem Auto zwei Menschen leicht verletzt.
(AP)
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