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Gewusst wie: Tipps für die richtige Starthilfe

DAPD

29.11.2006

Ein Starthilfekabel wird an der Batterie eines Autos angebracht. (AP Photo/Hermann J. Knippertz)
Ein Starthilfekabel wird an der Batterie eines Autos angebracht. (AP Photo/Hermann J. Knippertz)

München – Jeden Winter das gleiche Spiel: Die Autobatterie streikt. Kälte setzt dem Stromspender nämlich ganz schön zu, und so passiert es immer wieder, dass alte Modelle oder Batterien mit einer zu geringen Speicherkapazität den Geist aufgeben. Sie müssen – besser früher als später – gegen eine neue Batterie ausgetauscht werden. Auf die Schnelle tut es aber auch ein Starthilfekabel, vorausgesetzt, man findet einen netten Zeitgenossen, der seine Autobatterie zum Überbrücken zur Verfügung stellt.

Ehe das Starthilfekabel angelegt wird, sind aber einige Punkte sicherheitshalber abzuklären, wie der TÜV Süd erläutert: Haben Spender- und Empfängerbatterie die gleiche Spannung? Stimmt bei beiden auch die Speicherkapazität in etwa überein? Letztere ist an einem Aufdruck an der Batterie abzulesen. Sollte dieser nicht lesbar sein, bietet die „vergleichbare Größe“ der Batterien eine Orientierung.

Vor dem Verkabeln müssen Zündung und weitere Stromverbraucher wie Radio oder Licht ausgeschaltet werden, damit die gespendete Energie auch wirklich die Batterie erreicht. Die Karosserien der Fahrzeuge dürfen nicht in direktem Kontakt stehen, denn sonst ist laut TÜV im Extremfall ein Funkenschlag möglich. Zudem darf die entladene Batterie nicht vom Bordnetz getrennt werden.

Beim Anklemmen sollte die richtige Reihenfolge beachtet werden: Die rote Klemme des Überbrückungskabels kommt an den Pluspol der leeren Batterie, das andere Ende des roten Kabels an den Pluspol des „Spenders“. Zweiter Schritt: Die schwarze Kabelzange an den Minuspol der Spenderbatterie klemmen. Das andere Ende des schwarzen Kabels kommt an die Motor- oder Karosseriemasse des Empfängers – zum Beispiel an eine stabile Metalllasche. „Auf keinen Fall darf es an den Minuspol der leeren Batterie, denn hier können sich explosive Gase durch Funkenschlag entzünden“, warnen die TÜV-Experten. Das Überbrückungszubehör sollte zudem nicht in der Nähe des Kühlers oder Keilriemens befestigt werden, weil drehende Teile Schaden anrichten könnten.

Ist alles richtig verkabelt, wird erst das Spenderauto gestartet und dann der Anlasser des Pannenautos betätigt. Springt letzteres nach 15 Sekunden noch nicht an, sollte man den Versuch laut TÜV Süd erst nach einer Pause von einer halben Minute wiederholen. „Verläuft die Aktion erfolgreich, dann sollten noch vor dem Abklemmen im Empfängerfahrzeug einige Stromverbraucher eingeschaltet werden“, empfehlen die Fachleute. Dadurch würden plötzliche Spannungsspitzen abgebaut, die sonst empfindliche Teile der Bordelektronik beschädigen könnten. Beim Entfernen der Kabel wird die umgekehrte Reihenfolge wie beim Anklemmen eingehalten.

Batterie pflegen

Mit einer längeren Autofahrt kann die Empfängerbatterie nun wieder etwas aufgeladen werden. „Sie sollte aber anschließend zusätzlich an ein Ladegerät, nicht dass sich nach der nächsten kalten Nacht die Prozedur wiederholt“, empfiehlt der TÜV.

Auch wer eine relativ neue Batterie unter der Motorhaube hat, sollte ihr im Winter unnötigen Stress ersparen. Deshalb sollten vor dem Start Verbraucher wie Beleuchtung, Radio oder Gebläse ausgeschaltet werden. Wer dem geplagten Energiespender außerdem noch etwas Gutes tun will, sollte das Batteriegehäuse sauber halten, um Kriechströme zu vermeiden, und Pole und Anschlussklemmen mit Säureschutzfett konservieren.

http://www.tuev-sued.de

(AP)

 

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