Kultur – Glanz und Glamour beim Deutschen Filmpreis – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Kultur

Berlin Glanz und Glamour beim Deutschen Filmpreis

DAPD

23.04.2010

Berlin (apn) Angela Merkel als Cineastin: Die Kanzlerin kam am Freitagabend zur 60. Verleihung des Deutschen Filmpreises in den Friedrichstadtpalast nach Berlin. Für Glanz und Glamour unter den 1.800 Gästen sorgten unter anderem die Schauspieler Heike Makatsch, Sibel Kekilli, Christiane Paul, Peter Lohmann und Michael Gwisdek. Gekommen waren auch die Regisseure Dani Levy, Doris Dörrie und Michael Haneke sowie der Produzent Bernd Eichinger, der in diesem Jahr den Ehrenpreis bekommen sollte.

Der mit knapp 2,9 Millionen Euro höchstdotierte deutsche Kulturpreis hatte mit dem Psycho-Drama „Das weiße Band“ von Haneke einen großen Favoriten. Der in Deutschland gedrehte Film über mysteriöse Vorfälle in einem Dorf vor dem Ersten Weltkrieg war in insgesamt 13 Kategorien für die Lola nominiert. Merkel sollte zum 60. Jubiläum die begehrte Trophäe in der Königssparte Bester Spielfilm verleihen.

Insgesamt sollte der Preis in 16 Sparten vergeben werden. Die Schwarz-Weiß-Produktion „Das weiße Band“ gewann bereits in Cannes die Goldene Palme und auch den Golden Globe Award. Er war als „bester fremdsprachiger Film“ für den Oscar nominiert – wo er allerdings leer ausging.

Seine Konkurrenten um die Goldene Lola für den besten Spielfilm waren „Alle anderen“ von Maren Ade, „Sturm“ von Hans-Christian Schmidt, „Die Fremde“ von Feo Aladag, „Soul Kitchen“ von Fatih Akin und „Wüstenblume“ von Sherry Hormann. Auf den Preis für den besten Hauptdarsteller konnten Henry Hübchen, Fabian Hinrichs, Burghart Klaußner und Devid Striesow hoffen. Bei den Frauen waren Corinna Harfouch, Sibel Kekilli, Susanne Lothar und Birgit Minichmayr nominiert.

Schöneberger als Moderatorin

Moderiert werden sollte die Gala von der hochschwangeren Barbara Schöneberger. Anders als bei der Oscar-Verleihung wird an Nominierte und Sieger beim Deutschen Filmpreis reichlich steuerfinanziertes Geld ausgeschüttet: Eine Nominierung in der Kategorie „Bester Spielfilm“ bringt 250.000 Euro, in den Sparten Kinder- und Dokumentarfilm 125.000 beziehungsweise 100.000 Euro. Die Gewinner kassieren den gleichen Betrag noch einmal.

Die Preisträger werden von den mittlerweile rund 1.200 Mitgliedern der 2003 gegründeten Deutschen Filmakademie ausgewählt. Der erste Filmpreis wurde 1951 vergeben: Damals räumte der Kästner-Klassiker „Das doppelte Lottchen“ in allen Kategorien ab. Im letzten Jahr wurde das Kriegsdrama „John Rabe“ von Oscar-Sieger Florian Gallenberger zum besten deutschen Film gekürt.

Mit dem Friedrichstadtpalast hat die Deutsche Filmakademie dieses Mal einen Veranstaltungsort im Herzen der Hauptstadt ausgesucht, der dem Glanz- und Glamourfaktor sicherlich mehr gerecht wird als das zugige Messegelände in den vergangenen Jahren. Neu sind auch die Präsidenten der Filmakademie: Die Schauspieler Iris Berben und Bruno Ganz folgten auf Senta Berger und den Produzenten Günter Rohrbach.

http://www.deutscher-filmpreis.de/ (AP)

 

 

Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.

Folgen Sie uns auf Facebook , Twitter und Google+.

 
Anzeige
Anzeige