Frankfurt/Main – Religiosität kann vor Krankheiten schützen: Gläubige Menschen haben ein geringeres Risiko für Depressionen, Bluthochdruck und Herzerkrankungen, wie Religionsforscher Constantin Klein von der Universität Leipzig im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ berichtet. Außerdem seien sie weniger suchtgefährdet und hätten eine stärkere Abwehr.
„Religiöse Menschen sind oft Teil einer Gemeinschaft, in der die gegenseitige Hilfe eine große Rolle spielt – das schützt vor Einsamkeit und nimmt den sozialen Druck“, erklärt der Experte. Allerdings müsse die Entscheidung dafür von innen kommen. Ein verordneter Glaube werde eher das Gegenteil erreichen. Auch die Annahme eines strafenden, richtenden Gottes könne verhängnisvoll sein. „Wer dieser Idee anhängt, ist beispielsweise stärker gefährdet für Zwangserkrankungen“, sagt Klein. (AP)
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