Aktuelle Nachrichten – Europa
26.12.2008
Bern – Vier Jahre nach der Tsunami-Katastrophe hat die Glückskette 205,5 Millionen der gesammelten 227 Millionen Franken eingesetzt. Der Rest des Geldes wird für die nachhaltige Fortführung und Absicherung der Projekte verwendet, wie die Glückskette am Freitag mitteilte. Kritische Töne seien zur Hilfe in Indien zu hören gewesen.
Von den Spenden wurden neun Prozent für Sofort- und Nothilfe, 80 Prozent für Instandstellung und Wiederaufbau und elf Prozent für nachhaltige Entwicklung eingesetzt. Insgesamt wurden über 18.000 Häuser repariert oder wieder aufgebaut und zahlreiche Schulen, Spitäler und Gemeinschaftseinrichtungen errichtet. Zudem wurden Rehabilitationsprogramme für mehrere tausend traumatisierte Kinder durchgeführt. Die Glückskette arbeitete in sechs Ländern mit 14 Schweizer Partner-Hilfswerken zusammen. Die meisten Tsunami-Projekte sollen Ende 2009 abgeschlossen werden.
Das Konsortium von Glückskette, Schweizerischen Roten Kreuz, Hilfswerk der Evangelischen Kirchen und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit hat für die Bargeld-Projekte für Reparatur und Wiederaufbau in Sri Lanka von unabhängiger Seite gute Noten erhalten, wie die Glückskette schreibt. Die insgesamt 21 Millionen Franken kamen 10.500 Familien zugut. Bei den Bargeld-Projekten erhalten die Tsunami-Opfer für den Wiederaufbau ihrer Häuser direkte finanzielle Hilfe. Diese wird in Tranchen ausbezahlt, wobei sich die Höhe des Betrags nach dem Grad der Zerstörung richtet. Dieser Ansatz sei effizient und kosteneffektiv.
Kritischere Töne seien dagegen an einem Workshop zwischen Schweizer Hilfswerken und ihren lokalen Partnern zur Hilfe in Indien zu hören gewesen. Vor allem blieb der Vorwurf, die Hilfswerke hätten sich von den indischen Behörden zu enge Vorgaben aufzwingen lassen, wie die Glückskette schreibt. (AP)
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